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Afrika-Karte mit der Region Karagwe in Tanzania

Zuletzt aktualisiert: 30.01.2017
(mit neuen Daten und Bildern)

Tansania hat wie viele Länder Afrikas verschiedene Probleme. Eines davon ist die Verödung ganzer Landstriche, die viel mit dem Abholzen von Bäumen zu tun hat. Die Menschen brauchten - gerade nach dem verheerenden Bürgerkrieg im benachbarten Ruanda - Brennholz oder Bauholz, kümmerten sich aber nicht um Nachhaltigkeit. So verschwanden in den letzten Jahrzehnten große Teile der Wälder in Karagwe, viele Hügel sind heute kahl.

Und das hat Konsequenzen: Die Bäume sind nicht nur Heimat für einheimische Tiere wie Vögel und Affen. Sie sind für den Wasserhaushalt der Umgebung und das Klima wichtig, wirken gegen die zunehmene Erderosion, bereichern die Umgebung, spenden Schatten und werden den Familien in der Region in einigen Jahren ihr Einkommen aufbessern.

Seit 2011 gibt es eine Partnerschaft zwischen Radio Tonkuhle und Radio Fadeco in Karagwe. Thomas Sklorz besuchte den Sender in Afrika inzwischen mehrfach, und dessen Gründer Joseph Sekiku war auch schon öfters in Hildesheim zu Gast. Beide Radios wollen gemeinsam etwas für die Wiederbewaldung der Region tun - nachhaltig und möglichst gut geplant.

Für nur einen Euro können mittlerweile acht Baum-Setzlinge gekauft werden.
Und das Ganze bekommt natürlich auch einen Namen: Der Hildesheimer Wald in Tanzania!

Der Hildesheimer Wald #2
2011: Eine typische Landschaft in Karagwe - Die Folgen der Abholzung sind klar zu sehen.
(Alle Fotos: Thomas Sklorz)

Bei der Jazztime 2011 gingen wir erstmals in die Öffentlichkeit und sammelten am Tonkuhle-Stand Spenden der Besucher - und besprachen auch gleich mögliche Aktionen für die Zukunft, etwa einen Spendenlauf. Auch auf dem Weedbeat-Festival wurde gesammelt, oder auf einem Afrika-Markt am Steinhuder Meer - dort wurde auch ein gespendetes Bild für die Aktion versteigert.

Viele Spenden sind seitdem eingegangen und gehen auch weiter ein.

Der Hildesheimer Wald #2
In einer Baumschule in Tansania: Hier kommen die Setzlinge her ...

Der Hildesheimer Wald #2
... und hier warten sie auf ihren Einsatz vor Ort. (Beide Fotos: Dezember 2013)

Baum2014 6
Verteilt werden sie per privat organisiertem Autotransport. (November 2014)

 

Baum2014 7November 2014: Verteilung der Setzlinge in strömendem Regen.

Die Verteilung der Bäume 2016November 2016: Zum Glück ist das Wetter besser.

Wir bedanken uns bei allen Aktiven und allen Spendern! Genaue Informationen finden Sie auch in den Projektberichten. Sie stehen hier zum Download:

Der Projektbericht für die Jahre 2012 - 2014 (PDF, 5 Megabyte)

Der Projektbericht für das Jahr 2015 (PDF, 1,5 Megabyte)

Insgesamt wurden bisher genau 143.841 Bäume gepflanzt - und in den nächsten Jahren soll es weitergehen. Ausgegeben wurden dafür bisher rund 16.000 Euro. Das macht ca. 9 Cent pro Setzling! (Stand: Januar 2017)

2014 03
Dieses Bild entstand im November 2014.

Der "Hildesheimer Wald" in 2016
In der Nähe, im November 2016: Hier herrscht schon richtige Waldatmosphäre.

Bis Herbst 2014 hatten im Musterwald von 2011 und den Pflanzungen 2012 und 2013 rund 70 Prozent der Bäume überlebt, als vor Ort die vierte Pflanz-Kampagne startete - 31600 Bäume wurden dabei gesetzt. Im Herbst 2015 kamen weitere 44.200 Setzlinge dazu, und 2016 waren es 47.269. Die nächste Kampagne ist für den Herbst 2017 geplant - wer Interesse hat, kann (auf eigene Kosten natürlich) auch mit nach Tansania fliegen und dort selbst mit Hand anlegen! Informationen dazu gibt Thomas Sklorz.
 

Der Hildesheimer Wald #2
Ein Foto aus dem November 2013 ...

2014 02

... und fast genau die gleiche Stelle ein Jahr später.

 

Was passiert mit dem gespendeten Geld?

Das Geld wird nicht en gros nach Afrika überwiesen, sondern immer zweckgebunden persönlich in Afrika für die Pflanzkampagnen eingesetzt.

Von den Spenden werden nur die Setzlinge und Transportkosten vor Ort finanziert - die Anreise nach Afrika und der Aufenthalt dort wird persönlich getragen!

 
Was für Bäume werden gepflanzt?

Baumsetzlinge werden abgeholtEinheimische Hölzer, die mit dem Klima vertraut sind. In dieser Region Afrikas gibt es im Jahr zwei Regenzeiten und dazwischen lange Trockenheit - das müssen die Bäume verkraften können.
Die Arten konkret:

Grevillea robusta (Silbereiche, hier zu sehen)
Acrocarpus fraxinifolius (Unterart der Johannisbrotgewächse)
Terminalia (Myrobalanen-Arten)
Acacia (Akazien-Arten)
Pinus patula (Kieferart)
Mangifera indica (Mangobaum)
Maesopsis eminii (Kreuzdorngewächs)
Melia azedarach (Zedrach, Paternosterbaum)
Persea gratissima (Avocadobäume)
Passiflora edulis (Passionsfrucht)
Citrus (Orangenbaum-Arten)

In der Vergangenheit wurden auch von Helfern beim Pflanzen viele Fehler gemacht, die wir vermeiden wollen: So wurde z.B. Eukalyptus gepflanzt - ein Gewächs, das noch mehr Wasser aus dem Boden zieht und ihn so noch trockener macht. Unser Projektpartner Joseph Sekiku achtet darauf, dass die richtigen Baumsorten gepflanzt werden. Das muss jeweils kurz vor einer Regenzeit geschehen, damit die Setzlinge früh Wasser bekommen.

Außerdem werden für die Bäume extra tiefe Löcher gegraben, um die Pflanzen richtig im Boden zu verankern. 2013 wurden für den Zweck erstmals Erdbohrer mitgenommen, um die Arbeit zu erleichtern - sie sind bis heute im Einsatz.

Der Hildesheimer Wald #2
Hier zu sehen: Drei verschiedene Baumarten, dazwischen am Boden Süßkartoffeln kurz vor der Blüte. Die Kartoffeln wurden zusammen mit den Bäumen neu gepflanzt. (Foto aus 2012)


Sie können Teil dieses Projekts werden! Ein Euro reicht für 10 Setzlinge.
Unsere Kontoverbindung lautet:

Afrika Karibuni e.V.
Stichwort Hildesheimer Wald
Kreissparkasse Peine
IBAN: DE43 2525 0001 0083 0688 17
oder
BLZ: 252 500 01
Konto: 008 306 881 7

Bitte achten Sie darauf, das Stichwort mit anzugeben.
Es wird künftig auch weitere öffentliche Aktionen und Gelegenheiten zum Spenden geben.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen oder sich selbst engagieren wollen, können Sie auch direkt Kontakt zu Thomas Sklorz aufnehmen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 05121 / 7584060.

Und auch sonst organisiert Fadeco viele unterstützenswerte Aktionen, etwa zum Thema AIDS-Prävention, Integration Behinderter, Landwirtschaft und Energieversorgung.

Der Hildesheimer Wald #2
Thomas Sklorz und FADECO-Gründer Joseph Sekiku



Wie ist sichergestellt, dass das Geld auch wirklich vor Ort ankommt und für die Aktion eingesetzt wird?

Dafür stehen wir mit unserem Namen. Und: Wir haben den direkten Kontakt, der durch enge Zusammenarbeit über viele Wochen entstanden ist. Das Geld läuft nicht über Drittorganisationen oder andere Wege, sondern geht von uns direkt an Fadeco. Joseph Sekiku und Thomas Sklorz informieren uns und Sie in Wort und Bild über die Fortschritte der Aktion.

Förderer

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