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Im Wettbewerb um den Niedersächsischen Medienpreis 2015 sind die Entscheidungen gefallen: Vor rund 600 geladenen Gästen wurde in Hannover der begehrte Medienpreis der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) zum 21. Mal verliehen. Prämiert wurden Mitarbeiter von in Niedersachsen empfangbaren privaten Hörfunksendern und Bürgerradios sowie privaten regionalen und landesweiten Fernsehveranstaltern und lizenziertem Bürgerfernsehen. Den 1. Preis in der Kategorie „Sonderpreis: Schul-Internetradio“ in Höhe von 1.000 Euro erhalten Chau Doan und Lars Zeugner vom Scharnhorstgymnasium Hildesheim für ihren Beitrag „Hildesheim 22. März 1945 – Zerbombung“, produziert und gesendet bei Radio Tonkuhle 105,3 und www.tonkuhle.de.

151204 mpreis3Auf der Bühne bei der Preisverleihung

Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt: „Wenn Kinder und Jugendliche in Schulprojekten Radio machen, ist ja eigentlich schon der Weg das Ziel. Sich mit Themen eingehend auseinander zu setzen und diese radiogerecht umzusetzen, vertieft nicht nur das Wissen, sondern es fördert Medienkompetenz auf die bestmögliche Art und Weise – nämlich durch das eigene Produzieren von Medieninhalten. Wenn dann zusätzlich, wie bei unseren beiden Gewinnern des Sonderpreises „Schul-Internetradio“, dabei auch noch ein Radiostück entsteht, das es mit professionellen Beiträgen durchaus aufnehmen kann, ist das natürlich preiswürdig. Die beiden Hildesheimer Gymnasiasten haben einen bemerkenswerten Radiobeitrag über ein tragisches Kapitel in der Geschichte ihrer Stadt geschaffen. Sehr gut eingesprochen, mit geschicktem Einsatz von Zeitzeugen und der souveränen Nutzung vielfältiger radiogerechter Gestaltungselemente ist ihnen ein sehr lebendiges und abwechslungsreiches Radiostück gelungen, das den Hörer die Dramatik der historischen Ereignisse hautnah nachempfinden lässt.“ Für den Preis des Schul-Internetradios gab es 70 Einreichungen.

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Ministerpräsident Stephan Weil gratuliert Julian Clemens, Lars Zeugner und Chau Doan

„Uns hat die Sicht der Menschen, wie sie den den 22. März 1945 erlebt haben, einfach am meisten interessiert“, erklären die beiden Schüler. Der Beitrag selbst ist im Rahmen des Projekts „Der akustische Stadtkalender – Hildesheimer erzählen Geschichten aus der Geschichte Hildesheims“ entstanden. Projektleiter Andreas Kreichelt, geschäftsführender Programmdirektoor von Radio Tonkuhle, ist begeistert: „Chau und Lars haben intensiv geforscht und viel mit den Möglichkeiten des Mediums Radio experientiert. Sie haben alles, was wir ihnen vermittelt haben, in der Praxis umsetzen können.“

Das Projekt „Der akustische Stadtkalender" ist Teil des Hildesheimer Stadtjubiläums „Stadtgefühl" und wird gefördert von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt NLM, der Friedrich Weinhagen Stiftung, der Sparkasse Hildesheim, der Gemeinnützigen Baugesellschaft zu Hildesheim AG, der Kreiswohnbau Hildesheim GmbH, dem Landschaftsverband Hildesheim und von der Stadt Hildesheim Büro für Kultur.

In der Jury des Niedersächsischen Medienpreises 2015 urteilten: Vera Wucherpfennig (Juryvorsitz, NLM-Versammlung), Marzel Becker (Geschäftsführer / Programmdirektor Radio Hamburg), Annette Langhorst (Journalistin), Prof. Dr. Bernd Schmidt (Prof. für Journalistik), Julia Schutz (Programmdirektorin Antenne Thüringen) Thomas Struk (Büroleiter dpa Nds./Bremen) und Dr. Sarah Tacke ( ZDF- Moderatorin u. stellv. Leiterin der Rechtsredaktion).

Der komplette Beitrag ist hier hörbar!

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Alle Preisträger mit Ministerpräsident Stephan Weil



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