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Das Logo von "Was Ihr wollt"Was ist für Jugendliche eigentlich „Kultur“? Einerseits prägen jugendkulturelle Bewegungen Mode, Musik, Sport, Internet und vieles mehr. Andererseits muss man als Erwachsener – Hand aufs Herz – oftmals feststellen, dass man davon zwar hört und liest, aber vieles nicht unbedingt versteht. Auf der anderen Seite gibt es aber den Wunsch, der Jugend etwas zu bieten. Mit diesen Gedanken setzten sich Sarah Böse, Pascal Kubat und Andreas Kreichelt vor fast zwei Jahren zusammen mit der Idee, ein Festival von Jugendlichen zu erschaffen. Wichtig war ihnen dabei, den teilnehmenden jungen Menschen so viel Raum wie möglich zu geben. Heraus gekommen ist das Projekt „Was ihr wollt! – Das Festival der Jugendkultur“, das nun gestartet ist.  

„Die Jugend hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte“, wird Sokrates zitiert. Schon immer, so scheint es, fällt es der Gesellschaft schwer, die Jugend zu verstehen. Das gilt auch für deren Kultur. Und genau dort setzt das Forschungsprojekt „Was ihr wollt!“ an. In einem dreijährigen Prozess möchte es mit ihrem Team und jungen Menschen von 14 bis 22 Jahren einen Kulturbegriff suchen. Um diesen dann zu verbildlichen – in Form eines Jugendkulturfestivals, das im Frühjahr oder Sommer 2019 in Elze stattfinden soll. Das Besondere dabei ist: Es soll von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem gesamten Landkreis Hildesheims sowohl erdacht, gestaltet und durchgeführt werden und gleichzeitig junge Menschen wie Erwachsene ansprechen.

Das Team von "Was Ihr wollt"Das Team von „Was ihr wollt! nimmt ab sofort die Arbeit auf. Foto: Clemens Heidrich

Die Idee basiert auf zwei grundlegenden Pfeilern: Dem demografischen Wandel, der sich auch im Landkreis Hildesheim durch einen Trend zur Überalterung zeigt, sowie die steigende Beteiligung junger Menschen in der ehrenamtlichen Projektarbeit. Soziokulturelles Engagement ist eine gute Möglichkeit für Jugendliche, sich ihren Lebensraum neu zu erschließen, mitzugestalten und erste Erfahrungen mit zivilgesellschaftlicher Partizipation zu sammeln. Für den Landkreis Hildesheim bedeutet dies, dass junge Menschen Regionen des Landkreises neu entdecken, Besonderheiten zu schätzen lernen und Räume für sich und andere gestalten.

„Wir arbeiten so konsequent es geht ergebnisorientiert. Wenn dabei das „1. Internationale Gaming-Festival Elze“, das „Große Handpuppen-Come-Together der Region Hildesheim“, ein Skate- und BMX-Contest oder eine Mischform aus allen drei Ideen herauskommt, dann werden wir das als Projektleitende stets unterstützen, so lange die Wünsche und Ideen der Jugendlichen realisier- und finanzierbar und auch verfassungskonform bleiben “, erklären die drei und fügen hinzu. „Die Fallhöhe, mit der wir arbeiten, ist genau das, was unser Vorhaben spannend macht und von anderen Konzepten dieser Art abhebt.“

Genau damit haben sie schon bei namhaften Förderern Gehör gefunden. Momentan gibt es Zusagen vom Förderprogramm des Landesjugendrings „Generation hoch 3“ des Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen, von der Kreisjugendpflege durch den Landkreis Hildesheim, der Klosterkammer Hannover, der Heinrich-Dammann-Stiftung und der Stadt Elze. Damit ist der erste Durchlauf von der Konzeption bis zur Planung bis zum Festival 2019 abgesichert. Aktuell freut sich das Projekt über die Bewilligung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns von LandKULTUR. LandKULTUR ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE). Mit diesem Programm fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) innovative Projekte, die kulturelle Aktivitäten und kulturelle Teilhabe in ländlichen Räumen erhalten und weiterentwickeln. Bei einer finalen Zusage wäre das Projekt bis zur Konzeption der zweiten Auflage Ende 2020 gesichert.

Ab sofort ist das Projekt unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! buchbar für Informationsveranstaltungen in Schulen, Einrichtungen der offenen Jugendarbeit und allen Orten, an denen sich junge Menschen im Alter von 14 bis 22 Jahren treffen. Es gibt Vorstellungen in der Länge von 15 Minuten bis hin zu Workshop-Formaten von 45 Minuten. Die unterstützenden und teilnehmenden Einrichten können auch als Informationsträger und Vermittler sogenannte Leuchttürme des Projekts werden, indem sie als Projektpartner vermittelnd tätig sind. Mehr Informationen dazu unter www.wasihrwollt-festival.de

Dort ist auch der Termin für den ersten großen Ideenaustausch veröffentlicht: Am Samstag, 20. Oktober, um 14 Uhr in der Astrid-Lindgren-Schule im Heilswannenweg 24 in 31008 Elze.

 

Förderer

Tonkuhle präsentiert

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