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Das Institut für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim lädt zu seinen Europagesprächen! Jeweils am Montag um 18:15 sprechen im Riedelsaal der Volkshochschule am Pfaffenstieg hochkarätige Referenten über Themen der Zeitgeschichte - z.B. am 15. Oktober:

Kaiser Franz Joseph und das Erbe der Monarchie

Die Habsburgermonarchie des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts war als klassischer Vielvölkerstaat ein vom Zerfall bedrohter „Anachronismus“; doch zugleich war Franz Joseph I. der Monarch, der weit mehr als seine „Kollegen“ die Führung der Geschäfte in der Hand behielt, der „Chief Executive“ und nicht bloß Galionsfigur seines Reiches war. Der Kaiser war kein Charismatiker und kein Schöngeist, sondern ein „schauerlich matinöser“ Bürokrat, freilich einer, dem nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit den Akten niemand so leicht ein X für ein U vormachen
konnte. Er hatte gelernt, seine Völker nach dem Prinzip „Teile und herrsche“ in „wohltemperierter Unzufriedenheit“ zu erhalten. Die Monarchie war keine Demokratie, aber ein Rechtsstaat – doch einer, der immer wieder bereit war, auch gewisse Ausnahmen von der Regel zu tolerieren.

Hier alle Termine: Die Europagespräche der Uni Hildesheim

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