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Der Hildesheimer Wald (Nummer Zwei)
Zuletzt aktualisiert: 19.01.2012Afrika-Karte mit der Region Karagwe in Tanzania

Worum geht es?

Tanzania hat wie viele Länder Afrikas verschiedene Probleme. Eines davon ist die Verödung ganzer Landstriche, die viel mit dem Abholzen von Bäumen zu tun hat. Die Menschen brauchen Brennholz oder Bauholz, kümmern sich aber nicht um Nachhaltigkeit. So verschwanden gerade in den letzten Jahrzehnten große Teile der Wälder in Karagwe, viele Hügel sind heute kahl.

Und das hat schlimme Konsequenzen: Die Bäume sind nicht nur Heimat für einheimische Tiere wie etwa Vögel, sie sind auch für den Wasserhaushalt wichtig - ihre Wurzeln halten Wasser im Boden.

Der Sohn des letzten Königs von Karagwe erinnerte sich im Gespräch mit Tonkuhle-Mitarbeiter Thomas Sklorz an seine Jugend: Damals musste er auf seinen Wegen viele Flüsse überqueren. Heute sind viele dieser Flüsse verschwunden. Damit vertrocknet der Boden und verliert Stück für Stück seine Fruchtbarkeit.

Seit 2011 gibt es eine Partnerschaft zwischen Radio Tonkuhle und Radio Fadeco in Karagwe. Thomas Sklorz besuchte den Sender in Afrika, und dessen Gründer Joseph Sekiku war von April bis Mitte Juni 2011 hier in Hildesheim zu Gast. Beide Radios wollen gemeinsam etwas für die Wiederbewaldung der Region tun - nachhaltig und gut geplant.

Für nur einen Euro kann nicht nur Saatgut für einen Baum gekauft werden, sondern auch Personal für die Pflege eines neuen Waldes bezahlt werden. Und wie soll der heißen? Ganz klar: Hildesheimer Wald.

Bei der Jazztime 2011 gingen wir damit erstmals in die Öffentlichkeit und sammelten am Tonkuhle-Stand Spenden der Besucher - und besprachen auch gleich mögliche Aktionen für die Zukunft, etwa einen Spendenlauf. Auch auf dem Weedbeat-Festival wurde gesammelt, oder auf einem Afrika-Markt am Steinhuder Meer - dort wurde auch ein gespendetes Bild für die Aktion versteigert.

Am 25. September wurden auf dem Zwiebelmarkt auf der Domäne Marienburg durch die Aktion Spendenzwiebel (www.spendenzwiebel.de) 400 Euro gesammelt, der Chor der Michaeliskantorei spendete weitere 120 Euro. Im Dezember gab die Forstgemeinschaft Sorsum von ihrem erwirtschafteten Überschuss 500 Euro ab. Und im Jahr 2012 geht es weiter: Der Chor "Querbeet" aus Mehle übergab der Aktion am 17. Januar eine Spende über 400 Euro! Sie haben einen Song aufgenommen, der sowohl bei Radio Tonkuhle als auch Radio Fadeco in Tanzania gespielt wurde.

Insgesamt wurden bisher (Stand: Mitte Januar 2012) über 3.300 Euro gesammelt.
Davon sind bisher 308,03 Euro für einen ersten Musterwald ausgegeben worden.

Landschaft in Karagwe
Typische Landschaft in Karagwe - Die Folgen der Abholzung sind klar zu sehen
(Alle Fotos: Thomas Sklorz)


Was passiert mit dem bisher gesammelten Geld?

Wir bemühen uns derzeit um Zusatzförderung aus verschiedenen Quellen - so dass z.B. jeder gesammelte Euro um einen weiteren oder sogar mehr angereichert wird. Deshalb ist das Geld (Startkapital etwa 450 Euro, inzwischen etwa 3.300 Euro) noch nicht nach Afrika unterwegs, sondern soll sich hier erst mal vermehren.

In Tanzania gab es im letzten Oktober und November (dort Frühling!) eine Kampagne für einen Musterwald mit 1.000 Setzlingen. Dieses Jahr soll darauf aufgebaut werden.

Wir haben bei Radio Tonkuhle Anfang Dezember 2011 darüber berichtet.
Sie können sich den Beitrag hier anhören:




Was für Bäume werden gepflanzt?

Einheimische Hölzer, die mit dem Klima vertraut sind. In dieser Region Afrikas gibt es im Jahr zwei Regenzeiten und dazwischen lange Trockenheit - eine Buche z.B. würde das nicht überstehen. Die Arten konkret:

Grevillea robusta
Acrocarpus fraxinifolius
Arten der Gattung Terminalia
Arten der Gattung Acacia
Pinus patula
Mangobaum (Mangifera indica)
Maesopsis eminii

In der Vergangenheit wurden auch von Helfern beim Pflanzen viele Fehler gemacht, die wir vermeiden wollen: So wurde z.B. Eukalyptus gepflanzt - ein Gewächs, das noch mehr Wasser aus dem Boden zieht und ihn so noch trockener macht. Unser Projektpartner Joseph Sekiku wird darauf achten, dass die richtigen Baumsorten gepflanzt werden. Das muss kurz vor einer Regenzeit geschehen, damit die Setzlinge früh Wasser bekommen.

Außerdem sollen für die Bäume extra tiefe Löcher gebohrt werden, um die Pflanzen richtig im Boden zu verankern.

Im unserem Spätherbst 2011, Frühling in Tanzania, wurden die ersten 1.000 Bäume als Musterwald gepflanzt. Thomas Sklorz war dabei vor Ort und hat das Projekt begleitet.

Bei der ersten Pflanzaktion Ende November 2011
November 2011: Ein Junge setzt einen der ersten Bäume.


Was kann ich tun?

Sie können spenden. Die Kontoverbindung lautet:

Afrika Karibuni e.V.
Stichwort Hildesheimer Wald
Kreissparkasse Peine
BLZ 252 500 01
Kto 008 306 881 7

Bitte achten Sie darauf, das Stichwort mit anzugeben!
Es wird künftig auch weitere öffentliche Aktionen und Gelegenheiten zum Spenden geben.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen oder sich selbst mitengagieren wollen, können Sie auch direkt Kontakt zu Thomas Sklorz aufnehmen: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder telefonisch unter 05121 / 7584060.

Und auch sonst organisiert Fadeco viele unterstützenswerte Aktionen, etwa zum Thema AIDS-Prävention, Integration Behinderter, Landwirtschaft und Energieversorgung.

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Wie ist sichergestellt, dass das Geld auch wirklich vor Ort ankommt und für die Aktion eingesetzt wird?

Dafür stehen wir mit unserem Namen. Und: Wir haben den direkten Kontakt, der durch enge Zusammenarbeit über viele Wochen entstanden ist. Das Geld läuft nicht über Drittorganisationen oder andere Wege, sondern geht von uns direkt an Fadeco. Joseph Sekiku und Thomas Sklorz informieren uns und Sie in Wort und Bild über die Fortschritte der Aktion.