Drispenstest.
Jürgen Köhn, Ortsbürgermeister von Drispenstedt, hat gestern dem Jugendhilfe- und Sozialausschuss eine Liste mit 1.397 Unterschriften zum Erhalt des Kinder- und Jugendhauses Drispenstedt (KJD) überreicht. Einwohner hatten die Unterschriften gesammelt, weil die Stadt aus Kostengründen überlegt, das Haus zu schließen.
Die Bürger kritisieren, das KJD sei ein entscheidender Bestandteil des Stadtteils – seit 30 Jahren werde hier erfolgreiche Arbeit geleistet. Ein Schließung würde hohe Folgekosten nach sich ziehen und sei zu kurzfristig gedacht.
Ortsbürgermeister Köhn: "Man erhofft sich Geld zu erhalten aus dem Verkauf dieses Hauses. Gemessen an den Bodenrichtwerten würde ein Verkauf des Grundstückes ein Erlös von 45.000 Euro bringen würde. Das Gebäude müsste kernsaniert werden, so dass der Verkauf zu einer Nullnummer wird. Angedacht ist, den Kinder- und Jugendbereich in die Kelleretage des Hochhauses in der Ehrlicherstraße zu verlegen. Hier müssen Räume angemietet werden und umgebaut werden. Ich bezweifele, dass Kinder und Jugendliche sich gerne in Kellern aufhalten, wo kein Sonnenlicht hinscheint."
Laut Sozialdezernent Dirk Schröder gehe es der Verwaltung nicht um die Einstellung der Sozialarbeit im Stadtteil. Man müsse aber neue Strukturen schaffen.
cly/apm



