Als Geduldete habe sie derzeit den Status einer anerkannten Asylsuchenden. Arbeiten dürfe sie aber nur, wenn sie eine Aufenthaltserlaubnis habe. Nach Angaben der Stadt Hildesheim werde ihr allerdings nur dann eine solche Aufenthaltserlaubnis genehmigt, wenn die Kurdin Zusagen über einen Arbeitsplatz vorweisen könne und damit bestätige, ihren Lebensunterhalt allein zu bestreiten. Der Niedersächsischen Flüchtlingsrat mit Sitz in Hildesheim kritisierte diesen „Rattenschwanz mit politischen Forderungen". Es gebe viele strukturelle Defizite, durch die die Menschen in Arbeitslosigkeit gedrängt würden.
Salame wurde 2005 schwanger und mit ihrer einjährigen Tochter in die Türkei abgeschoben. Ihr Mann Ahmed Siala blieb mit zwei Töchtern im Landkreis. Erst im Februar durfte Salame, die jetzt Gazale Önder heißt, nach acht Jahren nach Deutschland zurückkehren. Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen.
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