Schüler- und Elternvertretungen fordern Meldestelle für Fehlverhalten von Schulpersonal – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Der Landeselternrat und Landesschülerrat Niedersachsen fordern eine unabhängige Meldestelle für Hinweise auf Fehlverhalten von Schulpersonal. Schule sei ein Schutzraum, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Wer dort Unrecht erlebe, müsse sicher sein können, unabhängig, vertraulich und ohne Angst vor Konsequenzen gehört zu werden.

Die bestehenden Wege über Lehrkräfte oder Schulleitung reichten dafür nicht aus, weil hierarchische Abhängigkeiten innerhalb der Schule mitunter dazu führten, dass Fehlverhalten gedeckt werde, während Betroffene Nachteile befürchteten. Für Kinder und Jugendliche wiege dies besonders schwer, weil sie gegenüber Lehrkräften in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis stünden.

Das Spektrum unangemessenen Verhaltens von Schulbeschäftigten reiche dabei von verbalen Grenzüberschreitungen und psychischer Gewalt bis hin zu körperlichen Übergriffen und sexuellem Missbrauch. Deshalb sei eine unabhängige Meldestelle außerhalb der Schulhierarchie ein notwendiger und überfälliger Schritt für die psychologische Sicherheit der Kinder. Für Unternehmen ab 50 Beschäftigten seien über das Hinweisgeberschutzgesetz schon interne Meldestellen vorgeschrieben, für Schulen gelte das bisher aber nicht.

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