Falsche Polizisten kommen vor Gericht – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Am Hildesheimer Landgericht beginnt Ende des Monats ein Prozess gegen zwei 31 und 34 Jahre alte Männer. Wie das Gericht mitteilt, wird ihnen vorgeworfen, als Teil einer größeren Gruppe mit der "Falsche Polizisten"-Masche meist ältere Menschen betrogen zu haben. Sie sollen sich spätestens im letzten Dezember der Gruppe angeschlossen haben und bis Februar an mindestens sechs Taten beteiligt gewesen sein.

Der Beschreibung des Gerichts nach erhielten die Opfer Anrufe von sogenannten "Keilern", die dann während der Tat die Verbindung hielten. Sie brachten die Opfer dazu, Geld und/oder andere Wertgegenstände bereitzulegen. Ein "Logistiker" habe dann koordiniert, dass ein "Abholer" zur vereinbarten Zeit am Tatort erschien und die Wertsachen entgegennahm. Dabei wurde das genaue Vorgehen von Fall zu Fall variiert. 

Die beiden Angeklagten sollen "Abholer" gewesen sein, die auf Anweisung von Mittätern verschiedene Anschriften anfuhren, um die Beute in Empfang zu nehmen und - nach Abzug einer Provision - ins Ausland weiterzuleiten. Dabei soll der 31-Jährige als Fahrer und Wachposten, und der 34-Jährige als falscher Polizist tätig geworden sein. Der Anklage nach gelangten sie durch die sechs Taten an einen Beuteanteil von 205.000 Euro, wobei allein eine 84-Jährige aus Hildesheim durch den Betrug eine Summe von insgesamt 175.000 Euro verloren haben soll.

Der Prozess wegen bandenmäßigen Betrugs beginnt am 26. August vor der 9. Strafkammer des Landgerichts. Bis Ende September sind dann noch fünf weitere Termine anberaumt.

260804.fx

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