Gewässerschutz-Verein fordert Senkung der Nitratwerte in Leine und Innerste – Radio Tonkuhle Hildesheim
Titel wird gelesen...
zu Instagram

Der Verein VSR-Gewässerschutz hat eine Senkung des Nitratgehalts der Weser-Zuflüsse gefordert. In einer Mitteilung heißt es, dass dazu auch die Leine und die Innerste im Kreis Hildesheim untersucht wurden. In der Leine seien in Alfeld 15,7 Milligramm pro Liter gemessen worden und in Gronau 16,4 mg/l. In Sarstedt seien es 16,1 mg/l gewesen, und in der dort zufließenden Innerste 14,6 mg/l.

Hintergrund dieser Messungen ist dem Verein zufolge eine Verordnung, nach der die Weser in Bremen einen Nitratwert von 12,3 mg/l nicht überschreiten soll - doch in der Realität liege dieser über 16 mg. Deshalb sollte der Grenzwert an allen Quell- und Nebenflüssen der Weser eingehalten werden, so der Vereinssprecher Harald Gülzow. Zu viel Nitrat im Wasser fördere das Algenwachstum, was in Folge weniger Sauerstoff im Wasser bedeute und damit einen Verlust der Artenvielfalt in der Nordsee.

Eine Ursache der Nitratbelastung der Leine sei das zusickernde Grundwasser, das zusammen mit den Drainagen von Feldern 87 % der Nitrateinträge im Einzugsgebiet der Weser ausmache. Für den Kreis Hildesheim habe man durch Untersuchung von Brunnenwasser-Proben in den letzten Jahren festgestellt, dass 12,5 % der Brunnenwasserproben den Richtlinien-Grenzwert von 50 mg/l Nitrat überschreiten - und in 1,4 % der Brunnen seien sogar über 100 mg gemessen worden.

260928.fx

Aktuelle Regionalnachrichten