Bistum sucht Ansprechpersonen bei Missbrauch durch Geistliche – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Das Bistum Hildesheim sucht zum Jahreswechsel zwei unabhängige Ansprechpersonen für Fälle von Missbrauch durch Geistliche. Sie sollen Hinweise annehmen, Betroffene beraten und als Mitglieder einer Clearingstelle die Diözese unterstützen, heißt es in einer Mitteilung. Bisher gab es dafür im Bistum keine eigene Anlaufstelle. Die Ansprechpersonen sollen in keinem Beschäftigungsverhältnis zum Bistum stehen und nicht weisungsgebunden sein.

Gesucht würden Menschen mit Erfahrungen und Kompetenzen in der Beratung oder Gesprächsführung sowie in der traumasensiblen Begleitung, und vorausgesetzt würden strikte Vertraulichkeit und eine wertschätzende, aufgeschlossene und sensible Kommunikation. Die Ansprechpersonen sollten außerdem Kenntnisse kirchlicher Strukturen mitbringen oder bereit sein, sich diese anzueignen. Für ihre Tätigkeit solle es eine angemessene Aufwandsentschädigung durch das Bistum geben.

Die Stellenausschreibung ist auf der Internetseite des Bistums unter www.bistum-hildesheim.de/ansprechperson-geistlicher-missbrauch veröffentlicht.

Der ehemalige Bischof von Hildesheim und jetzige Bischof von Münster, Heiner Wilmer, hat unterdessen gefordert, dass geistlicher Missbrauch als Straftatbestand im Kirchenrecht verankert wird. Wilmer, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, wolle sich mit seinem Amtskollegen aus Osnabrück zusammen im Vatikan dafür einsetzen. Forscher der Uni Münster hatten Ende September eine Pilotstudie zu geistig-spirituellem Missbrauch in Gemeinschaften der katholischen Kirche vorgestellt und kritisiert, dass Betroffene zu lange nicht ernst genommen worden seien.

Ergänzt 14:15 Uhr: Letzter Absatz
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