Kaliwerk Giesen wird Teil eines neuen Gerichtsverfahrens – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Die geplante Wiederinbetriebnahme des Kaliwerks Siegfried bei Giesen ist am Montag - und bei Bedarf auch Dienstag und Mittwoch - Teil eines neuen Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Hannover. Es geht konkret um die Erlaubnis, im Betrieb salzhaltiges Wasser in die Innerste einleiten zu dürfen. Der niedersächsische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) klagt in der Sache gegen das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), das diese Erlaubnis erteilt hat. 

Das 1909 gebaute Bergwerk Siegfried-Giesen wurde 1987 stillgelegt und ist seither ein Reservebergwerk der K+S Aktiengesellschaft, die im Prozess beigeladen ist. Sie plant, den Bergwerksbetrieb wieder aufzunehmen und in rund 40 Jahren insgesamt 108 Millionen Tonnen Kalirohsalz zu gewinnen - dies soll dann in einer neuen Fabrik zu Mineraldüngern verarbeitet werden.

Der BUND hält die wasserrechtliche Erlaubnis für rechtswidrig. Die salzhaltigen Abwässer gefährdeten salzempfindliche, besonders geschützte Arten und Lebensräume und verstießen gegen die Erhaltungsziele von Natura-2000-Gebieten sowie gegen die Bewirtschaftungsziele des Wasserrechts. Der BUND hatte bereits gegen die Wiederinbetriebnahme des Werks an sich geklagt - dieses Verfahren ruht derzeit.

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