In Niedersachsen sollen geflüchtete Menschen auch in Zukunft selbst entscheiden, wo sie leben möchten.
Wie die Landesregierung diese Woche bekannt gab, wolle man die im Integrationsgesetz verankerte Wohnsitzauflage nicht umsetzen. Sie erlaubt es den Ländern, anerkannten Flüchtlingen einen Wohnort zuzuweisen. So solle verhindert werden, dass durch den Zuzug von Menschen bestimmter Herkunft in Großstädten Parallelgesellschaften und soziale Brennpunkte entstehen.
Man halte eine rechtssichere Umsetzung aber für zu kompliziert, heißt es vom Land.
Während das Diakonische Werk oder auch die Partei die Grünen die Entscheidung des Landes begrüßen, setzt sich der Deutsche Städtetag für eine Umsetzung der Wohnsitzauflage ein. Ohne diese drohe eine Überlastung und Ghettoisierung der Städte, so die Präsidentin des Spitzengremiums Eva Lohse (CDU).
bjl



