Der Deutsche Tierschutzbund hat die geplante Überprüfung des Schutzstatus von Wölfen im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD scharf kritisiert.
Seit der Rückkehr der Wölfe habe es keine ernsthafte Gefährdung von Menschen gegeben, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder dem Evangelischen Pressedienst. Laut Koalitionsvertrag vom Mittwoch sollen Wölfe, die Weidezäune überwunden haben oder für den Menschen gefährlich werden, getötet werden. Bei Auffälligkeiten seien Abschüsse bereits möglich, so Schröder. Die Formulierungen im Koalitionsvertrag würden zur Panikmache beitragen, statt zur Aufklärung. Zudem lenkten sie von der bisherigen Untätigkeit des Bundes ab, geeignete Herdenschutzmaßnahmen einzuführen und Tierhalter gut zu unterstützen. Wölfe seien Teil eines intakten Ökosystems und erfüllten darin wichtige Aufgaben.
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