In der Affäre um mutmaßlich manipulierte Asylbescheide darf die Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Bremen vorläufig keine Asylentscheidungen mehr treffen.
Dies gelte bis zum Abschluss der Ermittlungen, teilte das Bundesinnenministerium in Berlin am Mittwoch mit. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) wolle das Vertrauen in die Qualität der Asylverfahren auf diese Weise wieder herstellen. Dies sei durch die Vorgänge in Bremen "massiv geschädigt" worden. Asylverfahren, die derzeit im Ankunftszentrum Bremen anhängig sind, werden den Angaben zufolge von anderen Außenstellen der Behörde übernommen. In Bremen wurden zwischen 2013 und 2017 offenbar bis zu 2.000 Asylanträge ohne rechtliche Grundlage positiv beschieden. Das Bundesamt hatte in der vergangenen Woche umfangreiche Überprüfungen angekündigt.
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