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Der Göttinger Strömungsforscher Prof. Dr. Eberhard Bodenschatz hat sich dafür ausgesprochen zum Schutz vor Corona in Klassenzimmern nach außen blasende Ventilatoren in die Fenster einzubauen. Die Ventilatoren seien sowohl zum Stoßlüften als auch zum Dauerlüften geeignet, sagte der Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation dem Evangelischen Pressedienst. Diese Maßnahme ermögliche zusammen mit der Halbierung der Klassengröße durch das Wechselmodell und dem konsequenten Tragen von Masken im Unterricht einen weitestgehend infektionssicheren Präsenzunterricht. Bodenschatz erforscht seit rund 30 Jahren die Ausbreitung kleinster Teilchen in turbulenten Luftströmen.

Ein 30 bis 40 Zentimeter großer Ventilator im Fenster sorge für einen automatischen Luftaustausch mit einem fünf- bis 15-fachen Luftwechsel pro Stunde. Aerosole würden aus dem Klassenraum befördert und zugleich frische Luft von außen über gekippte Fenster oder im Fenster eingebaute Luftfilter angesaugt. Zudem würde die Raumluft angenehm gekühlt, und der Unterricht müsste nicht durch manuelles Lüften unterbrochen werden. Diese Ventilatoren seien sehr leise und könnten durchgehend laufen, auch bei Sturm oder Regen.

Wenn es wärmer werde, sei es zudem kaum mehr effektiv, alle 20 Minuten fünf Minuten lang per Hand zu lüften, so wie es zurzeit an den Schulen praktiziert werde, so Bodenschatz. Herrschten drinnen und draußen ähnliche Temperaturen, lasse die thermische Austauschkraft erheblich nach. Die Kosten für einen Fensterventilator lägen bei etwa 500 bis 1.000 Euro, was deutlich günstiger sei als ein Luftreinigungsgerät.

fx

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