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Eine Frau aus Sarstedt hat vor Gericht gestanden, ihren behinderten Sohn getötet zu haben. Im Prozeß vorm Landgericht Hildesheim sagte sie, sie habe dann auch sich selbst töten wollen, um ihre nicht ertragbare Situation zu beenden. Der 17-Jährige hatte eine seltene genetisch bedingte Behinderung mit körperlichen und geistigen Symptomen und brauchte rund um die Uhr Betreuung.

Die 53-Jährige gab ihm Essen, in das sie eine tödliche Medikamentendosis gemischt hatte, und aß dann auch selbst davon. Ihr Ehemann fand sie danach, und sie konnte reanimiert werden, der Sohn jedoch nicht mehr. Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt, die Verteidigung plädiert hingegen auf Totschlag. Bei einer Verurteilung wegen Mordes bei erheblich verminderter Schuldfähigkeit kann das Strafmaß auf drei bis 15 Jahre Freiheitsstrafe reduziert werden. Das Urteil wird in vier Wochen erwartet.

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