Der Tarifstreit bei Coca-Cola, der vor kurzem auch am Standort Hildesheim zu einem Warnstreik geführt hatte, ist beigelegt. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt, hat man sich "nach schwierigen Verhandlungen" auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 6.000 Beschäftigten in Deutschland geeinigt. Die Einigung sieht vor, dass die Beschäftigten inklusive der Auszubildenden dieses Jahr einmalig 400 Euro erhalten, gefolgt von einer tabellenwirksamen Entgelterhöhung von 2,9 Prozent zum neuen Jahr sowie weiteren 2,4 Prozent zum 1. Januar 2027.
NGG-Verhandlungsführer Freddy Adjan sagte, dies sei ein annehmbares Ergebnis, zugleich aber auch ganz klar ein Kompromiss. Die Warnstreiks hätten Wirkung gezeigt, wenn man das jetzige Ergebnis mit dem ersten Angebot der Arbeitgeber vergleiche. Zusätzlich habe die Gewerkschaft erreicht, dass weitere wichtige Unternehmens-Tarifverträge, wie z.B. der Strukturtarifvertrag, bis Ende 2028 verlängert werden, was für die Coca-Cola-Beschäftigten gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine immense Absicherung bedeute, so Adjan.
Von Coca-Cola hieß es, man habe intensiv verhandelt, um für beide Seiten einen tragfähigen Kompromiss zu erzielen. Es sei dabei gelungen, ein faires und umfassendes Tarifpaket zu vereinbaren, das langfristig Planungssicherheit gibt, so Kathrin Flohr, Geschäftsführerin People & Culture und Arbeitsdirektorin. Der Kern sei eine schrittweise Entgelterhöhung, mit der wir die Leistung unserer Mitarbeitenden anerkennen, auch wenn sich das Unternehmen in Deutschland unverändert in einer wirtschaftlich herausfordernden Lage befinde.
Das Werk in Bavenstedt ist nach Unternehmensangaben einer der größten Produktionsstandorte der Coca-Cola Europacific Partners Deutschland mit rund 550 Mitarbeitenden. Von hier aus werden vor allem Kunden*innen im Norden und Nordosten Deutschlands mit Getränken beliefert.
Ergänzt 251113: Stellungnahme Coca-Cola, dritter Absatz
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