Eine Gruppe von Aktivisten hat am Sonntag versucht, die Friedensrede von Ahmad Mansour in der St. Andreaskirche zu stören. Während seiner Rede im Rahmen der Feierlichkeiten zum Gedenken an die Zerstörung Hildesheims am 22. März 1945, standen mehrere Protestierende unter den Zuschauern auf, entrollten Palästina-Fahnen und -Tücher und griffen Mansour mehrfach verbal an, meldet die Hildesheimer Allgemeine Zeitung. Polizisten und weitere Helfer mussten die Demonstrierenden teilweise mit Gewalt aus der Kirche zerren.
Die Veranstaltung war mit einem Polizeiaufgebot rund um die Kirche und im Stadtgebiet gesichert worden. Mansour selbst war mit Security-Personal angereist. Gegen drei der Demonstrierenden werde ein Verfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet, heißt es seitens der Polizei.
Die Einladung Ahmad Mansour als Redner hatte bereits im Vorfeld der Veranstaltung für Kritik in Hildesheim gesorgt. Mansour entschuldigte sich bei den Gästen in der St. Andreaskirche, nachdem die Veranstaltung fortgesetzt werden konnte. Er hätte sich gewünscht, dass die Protestieren geblieben wären, um zuzuhören, statt einfach nur zu schreien.
260323.sk



