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Nichtkommerzielle Radiosender gibt es in Niedersachsen seit 1997.
In Hildesheim dauerte es länger...

Der Anfang
1998 wurde an der Universität Hildesheim ein theoretisches Radioseminar eingerichtet. Dozent war Dr. Thomas Muntschick, der viel Erfahrung aus der Arbeit mit nichtkommerziellen Radios mitbrachte. Im Laufe dieses Seminars fand sich eine Gruppe Studenten zusammen, die mehr als nur theoretisches Interesse an Radio hatten, und so näherte man sich langsam der Idee "praktisch Radio machen". Als im Jahr 2000 die EXPO in Hannover stattfand, war die Gelegenheit gekommen, diese Idee umzusetzen. Auf dem sogenannten Youthcamp am Hohnsen wurde für dessen Teilnehmer ein Campradio eingerichtet. Dieses Radio hatte eine spezielle Genehmigung und nur eine sehr begrenzte Reichweite, aber dennoch konnten viele Hildesheimer zu diesem Zeitpunkt erstmals Radio Tonkuhle hören.

Die Stille nach dem Senden
Mit der EXPO endete auch die Sendegenehmigung für das Campradio und Tonkuhle ging "Off Air". Inspiriert durch die neugemachten Erfahrungen wurde das Radioseminar der Universität mit neuem Leben und neuen Inhalten gefüllt. Ziel war nun die Einrichtung eines Campusradios für die Universität. So etwas gab es in Niedersachsen zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Währenddessen ergab sich aber auch noch eine andere Gelegenheit zum Radiomachen: Durch den Abzug englischer Truppen wurde eine Radiofrequenz im Hildesheimer Raum frei.

Mai 2004: Ein Rundgang durchs Funkhaus, bevor es das Funkhaus gab

Die Frequenz
Es entstand die Idee, auf dieser Frequenz ein nichtkommerzielles Lokalradio einzurichten, wie es sie schon in Hannover, Braunschweig oder Hameln gab. Aus der Politik kamen dafür bald positive Signale. Somit arbeiteten die Radiointeressierten der Uni von nun an zweigleisig: Sie richteten ein Campusradio an der Universität ein, was seit 2001 läuft und für die Studenten bestimmt ist, und sie arbeiteten unter der Leitung von Dr. Thomas Muntschick auf den Start als Hildesheimer Bürgerradio für die ganze Stadt hin.

Vorbereitungen
Im Zuge dieser Vorbereitungen wurde zunächst ein gemeinnütziger Verein namens "Freundeskreis nichtkommerzieller Lokalrundfunk Hildesheim e.V." gegründet. 2001 kam der (gemeinnützige) Trägerverein. Dieser Verein "trägt" das Radio sprichwörtlich, d.h. über ihn laufen u.a. Finanz- und Personalentscheidungen. Genauere Informationen finden Sie in der Satzung des Vereins. Innerhalb des Vereins wurde der Lizenzantrag verfasst, der Mitte 2003 bei der Landesmedienanstalt abgegeben wurde. Ende November 2003 schließlich der Meilenstein: Radio Tonkuhle erhält die Lizenz für ein Bürgerradio in Hildesheim!

Das Radio entsteht
Seit Anfang Dezember arbeiteten eine Handvoll Angestellte, unterstützt von zahlreichen Ehrenamtlichen, am der Entstehung des Senders. Es entstand die Musik- und die Nachrichtenredaktion, die sich regelmäßig treffen, und eine Struktur für das künftige Radioprogramm. Zwischenstation auf dem Weg zum eigenen Funkhaus war das Panorama-Café in der Schuhstrasse. Seit Ende Mai 2004 fand diese Arbeit im Tonkuhle-Funkhaus in der Andreas-Passage statt. Am 15. August 2004 um Punkt Mitternacht ging Radio Tonkuhle auf Sendung und sendet seitdem 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Auf 105,3 MHz und im Kabel auf 97,85 MHz!

Der Sendestart im August 2004

Mitternacht am 15.08.2004 - der Sendestart!

Förderer

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