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 "Hörbar Erinnern" nimmt Sie mit auf einen Audiowalk durch die Hildesheimer Nordstadt.

Eine Frau mit Kopfhörer am Bahnhofsplatz

Ab 1939 kamen die ersten Zwangsarbeitenden nach Hildesheim. Sie kamen aus Frankreich, den Niederlanden oder Italien. Aus Polen, der Ukraine und der Sowjetunion. Viele von ihnen wurden aus ihren Heimatländern verschleppt, um in deutschen Rüstungsunternehmen zu arbeiten. Im Vergleich zu anderen deutschen Städten arbeiteten in Hildesheim überdurchschnittlich viele Menschen unter Zwang in den Fabriken.

Der Audiowalk begibt sich auf Spurensuche: Was passierte in den letzten Kriegswochen auf dem Nordfriedhof? Welche Rolle spielte das Arbeitsamt? Wer waren die Menschen, die jahrelang die deutsche Wirtschaft aufrecht hielten? Was erinnert heute an sie?

 

„Hörbar Erinnern“ entstand im Rahmen der Bachelorarbeit von Franziska Fronhöfer. Sie studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim.

Laden Sie die Audio-Datei und die Stadtkarte herunter und laufen Sie einfach los. Es wird empfohlen, dabei Kopfhörer zu benutzen und den Wegbeschreibungen zu folgen - und falls Sie dabei mal schneller oder langsamer sein sollten, können Sie den Audio-Walk auch pausieren. Der Weg ist etwa drei Kilometer lang, und Sie sollten dafür etwas über eine Stunde an Zeit einplanen. 

Hier können Sie die Stadtkarte herunterladen: DOWNLOAD (pdf, 120 KB)

Und hier den Audiowalk selbst: DOWNLOAD (mp3, 58 MB)

Die Stationen:
Haupteingang Nordfriedhof
Peiner Straße 23
Ecke Senkingstraße
Bahnhofsplatz
Ohlendorfer Straße
Ottoplatz
Gräber ausländischer Opfer, Nordfriedhof


Das Logo von "Hörbar Erinnern""Hörbar Erinnern" - eine Produktion von Franziska Fronhöfer.
Sprecher:innen: Imme Beccard, Silas Degen und Ian McMillan.
Interviews: Helena Bednarska, am 25.9.2007 in Opole, Stanisław Skórski am 24. September 2007 in Opatówek und Aurelia Kucharczyk am 22. September 2007 in Łódź. Geführt von Ewa Czerwiakowski und Angela Martin des Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit/Sammlung Berliner Geschichtswerkstatt für das Projekt „z.B. Bosch – Zwangsarbeit im Hildesheimer Wald“. Übersetzt von Ewa Czerwiakowski. Link zum Projekt: www.zwangsarbeit-bosch.de
Design: Hannes Frey
Unterstützt durch: Vernetztes Erinnern und Radio Tonkuhle

Alle Rechte des Audiowalks „Hörbar Erinnern“ liegen bei der Produzentin.

Verwendete Musik:
Salakapakka Sound System: Aiti, joku tuijottaa meita metsasta (CC BY 3.0)
MMFFF: So you think that that this is just a dream (CC BY 3.0)
Strategy: Summer Tour Bird Windows (CC BY 3.0)
Sawako: Sluice (CC BY 3.0)
Zimoun: 098 (CC BY 3.0)
Steinbruchel: Snowfall (CC BY 3.0)
Zenial: Janek Data Overload (CC BY-NC 3.0)
Thee Oregon Artifical Limb Co.: Untiteld 6 (CC BY-NC 3.0)
Derek Piotr: St. Behaviour (CC-BY 3.0)

Quellen:
Marc Buggeln und Michael Wildt (Hg.): Arbeit im Nationalsozialismus. DeGruyter, München 2014.
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit/Sammlung Berliner Geschichtswerkstatt: „z. B. Bosch – Zwangsarbeit im Hildesheimer Wald“: http://www.zwangsarbeit-bosch.de/. Zuletzt aufgerufen: 28.06.2022.
Maren Droldner: Verfolgung, Beraubung und Wiedergutmachung in Hildesheim 1933 – 1969. Gerstenberg, Hildesheim 2019.
Hartmut Häger: Kriegstotengedenken in Hildesheim. Geschichte, Funktionen und Formen. Band 17 von Quellen und Dokumentationen zur Stadtgeschichte Hildesheims. Gerstenberg, Hildesheim 2006.
Hans-Dieter Schmid: Hildesheim in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Stadt zwischen Angst und Anpassung. Veröffentlichungen des Hildesheimer Heimat- und Geschichtsvereins e.V.. Gebrüder Gerstenberg, Hildesheim 2015.
Barbara Thimm: Spuren des Nationalsozialismus in Hildesheim. Quellen und Dokumentationen zur Stadtgeschichte Hildesheims. Band 9. Stadtarchiv Hildesheim. Gebrüder Gerstenberg, Hildesheim 1999.
Vernetztes Erinnern: www.vernetztes-erinnern-hildesheim.de Zuletzt aufgerufen: 26.06.2022.
Hildesheim Stadtarchiv. Best. 102, Nr. 7426. Ehrenbürgerrecht Hindenburg und Hitler.
Hildesheim Stadtarchiv. Best. 951, Nr. 8360. Fotografien.
Hildesheim Stadtarchiv. Best. 979-2, Nr. 14-17. Fotografien, Güterbahnhof 1906-1909.
Hildesheim Stadtarchiv. Best. 800, Nr. 1245. Zeitungsartikel vom 23.3.1964 - 18.11.2004.
Landesarchiv Hannover. V.V.P. 17, Nr. 3334: NSDAP in Hildesheim 1936, Zeitungsauschnitte.
Landesarchiv Hannover. Hann. 140 Hildesheim. Acc. 47/63 Nr. 413: DAF-Gemeinschaftslager Hildesheim.
Landesarchiv Hannover. Hann. 140 Hildesheim. Acc. 47/63 Nr. 495: Sparherdfabrik Senkingwerk AG, Hildesheim.
Landesarchiv Hannover. Hann. 140 Hildesheim. Acc. 47/63 Nr. 496: Sparherdfabrik Senking AG, Arbeitslager 1944.

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