Die niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann (SPD) hat zur ersten Wahl zur Niedersächsischen Pflegekammer aufgerufen. Seit Mittwoch (13. Juni) könnten die mehr als 46.700 wahlberechtigten Pflegefachkräfte im Land bis zum 28. Juni ihre Stimme abgeben, sagte die Ministerin. Die Kammer solle die professionelle Versorgung pflegebedürftiger Menschen sicherstellen und die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen berufspolitisch vertreten.
Die Wahl gilt als Gradmesser, denn viele Pflegekräfte, aber auch Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände lehnen die Kammer ab. Für die Pflegefachkräfte ist die Mitgliedschaft in der Kammer verpflichtend. Die neue Kammerversammlung soll 31 Sitze umfassen, auf die sich 224 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben. Kritik äußerten die Unternehmerverbände Niedersachsen. Hauptgeschäftsführer Volker Müller nannte die Kammer ein "Bürokratiemonster", das keine Verbesserungen für die Pflegekräfte und Pflegeunternehmen bringe.
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