"Stunde der Gartenvögel" zeigt deutlichen Rückgang beim Mauersegler – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Bei der jüngsten "Stunde der Gartenvögel" sind deutlich weniger Mauersegler beobachtet worden als im Vorjahr. Das ist ein Ergebnis der Auswertung dieser Zählaktion, teilt der Naturschutzbund NABU mit. Rund 6.320 Menschen hätten dabei rund 137.500 Vögel gemeldet. Beim Mauersegler sei ein Rückggang um 38 Prozent verzeichnet worden, und weitere Rückgänge habe es etwa beim Haussperling und der Mehlschwalbe gegeben. Wenn Mauersegler und Mehlschwalben seltener werden, schauen man auf Lebensräume, die verschwinden, so NABU-Sprecher Lamin Neffati. Sanierungen ohne Ersatzquartiere, verschlossene Nischen an Gebäuden und der Rückgang von Insekten könnten den Arten zusetzen. Auch dem Haussperling fehlten vielerorts Nistplätze an Gebäuden und ausreichend Insekten.

Bei anderen Arten wurden auch Zuwächse verzeichnet, etwa bei der Amsel oder dem Buch- und Grünfink. Gerade bei den Finken könne man in Niedersachsen erst einmal aufatmen, so Leffati - die Populationen seien in den Vorjahren durch Infektionen mit parasitären Trichomonaden teilweise deutlich zurückgegangen, die sich besonders an Futterstellen und Vogeltränken verbreiten können. Ein besonders deutlicher Zuwachs zeige sich außerdem bei der Mönchsgrasmücke, die in Niedersachsen um 28 Prozent häufiger gemeldet wurde. Diese Vogelart fühle sich vor allem dort wohl, wo Gärten nicht zu aufgeräumt sind und es dichte Hecken, Sträucher und bodennahe Vegetation gibt.

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