Nabu warnt vorm Aussetzen exotischer Tiere – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Angesichts der derzeitigen Ferienzeit warnt der Naturschutzbund Niedersachsen (Nabu) davor, exotische Haustiere auszusetzen. Wie der Verband mitteilt, hat etwa das Artenschutzzentrum Leiferde dieses Jahr schon 21 solcher Tiere wie etwa Schlangen, Schildkröten oder Echsen aufgenommen. Diese stammten meist aus Zuchten und könnten sich nicht selbst versorgen, und viele seien dehydriert, unterernährt oder verletzt aufgefunden worden.

Wer ein Tier aussetze, handele nicht nur tierschutzwidrig, sondern begehe auch eine Straftat, betont die Leiterin des Leiferder Zentrums, Bärbel Rogoschik. Auch könnten ausgesetzte Exoten heimische Ökosysteme beeinträchtigen, in dem sie sich ansiedeln und heimische Arten verdrängen. Die Halter müssten deshalb vor dem Urlaub eine geeignete Betreuung organisieren.

Bevor ein exotisches Tier angeschafft wird, sollten die Halter sich umfassend informieren. Oft seien neben Futter und tierärztlicher Versorgung etwa spezielle Gehege und Wärmelampen erforderlich, so Rogoschik. Interessenten könnten sich an Auffangstationen wie das in Leiferde wenden - von dort würden Tiere an geeignete Halter vermittelt.

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