Die Hildesheimer Stadtpolitik diskutiert in diesen Tagen ein geplantes Förderprogramm für die nördliche Innenstadt - also den Bereich zwischen Kaiserstraße und Hauptbahnhof inklusive Marienfriedhof und Butterborn. Dazu liegt ein Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, der einen Gesamtumfang von 19,5 Millionen Euro hat. Davon könnten elf Millionen durch das Städtebauförderprogramm "Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten" von Bund und Land gedeckt werden. Drei Millionen würden aus Straßenausbaubeiträgen kommen, und fünfeinhalb Millionen müsste die Stadt selbst aufbringen.
Die Vorlage hebt als zentrale Vorhaben die Umgestaltung des Marienfriedhofs sowie der südlichen Hannoverschen Straße, nördlichen Osterstraße, Jan-Pallach-Straße sowie Lüntzelstraße und Pepperworth hervor. Punktuelle Aufwertungen sind dazu auf in der Fußgängerzone vom Hauptbahnhof bis zur Kaiserstraßen-Kreuzung geplant.
Die Vorlage wurde bisher nur im Ortsrat Stadtmitte/Neustadt besprochen, kommt aber morgen vor den Sozialausschuss und ist am Freitag Thema einer gemeinsamen Sitzung von Finanz- und Stadtentwicklungsausschuss, bevor dann am kommenden Montag im Rat eine Entscheidung fallen soll. Im Ortsrat gab es verschiedene Ansichten zur Priorisierung der genannten Bereiche, etwa mit Blick auf das leerstehende Kaufhof-Gebäude in der Kern-Innenstadt. Von Seiten der Stadt hieß es, sie sehe in der nördlichen Innenstadt eine hohe Priorität - und manche Probleme der zentralen Innenstadt ließen sich nicht über Städtebauförderung lösen. Dafür gebe es andere Programme, für die man sich bewerben könne.
Der Sozialausschuss tagt morgen ab 18 Uhr, und die Finanz- und Stadtentwicklungsausschüsse Mittwoch ab 17:30 Uhr jeweils im großen Saal des Rathauses. Dort soll am kommenden Montag ab 18 Uhr auch die Rats-Entscheidung fallen.
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