Stadtrat spricht über Schul- und Kitaverpflegung – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Der Hildesheimer Stadtrat hat in seiner Sitzung gestern Abend auch über das Thema Mittagsverpflegung in Kitas und Schulen gesprochen. Anlass dazu war eine von Gemeinsam plus beantragte Aktuelle Stunde, und Hintergrund die vor kurzem erfolgte Vergabe dieser Aufgabe an einen Dienstleister mit Sitz in Leipzig. Dies hatte zu Enttäuschung und auch Widerspruch von hiesigen Anbietern geführt.

Von Seiten der Verwaltung wurde zum wiederholten Male erklärt, dass es keine Alternative zu der Ausschreibung gab, die der Leipziger Anbieter am Ende für sich entscheiden konnte. Man habe im Hintergrund so gut es ging versucht, diese Ausschreibung so zu gestalten, dass auch hiesige und damit meist kleinere Anbieter sich bewerben konnten, eine grundsätzliche Bevorzugung sei aber nicht möglich gewesen.

CDU-Ratsherr Dennis Münter sagte, er habe von einem hiesigen Anbieter gehört, dass der Wegfall der Mittagsverpflegung einen Verlust von 75 Prozent seiner Catering-Einkünfte und Arbeitsplatzabbau bedeutet. PARTEI-Ratsherr Hamun Hirbod - selbst Gastronom - erklärte, in der Gastronomie werde solches Catering viel als Zusatzgeschäft betrieben, weil das Kerngeschäft keine ordentlichen Gewinne mehr einbringt. In diesem Fall sei "mit ungleichen Waffen" gekämpft worden, weil große Unternehmen mitunter ganze Abteilungen hätten, die sich etwa mit Ausschreibungen auseinandersetzen, und die im Einkauf auch andere Konditionen bekommen als kleinere, regional verankerte Unternehmen. Dirk Bettels, der die Aktuelle Stunde beantragt hatte, hielt der Verwaltung vor, zwar korrekt gehandelt zu haben, aber vielleicht nicht die nötige Fantasie eingesetzt zu haben, um alle Spielräume voll auszuschöpfen. Sozialdezernent Malte Spitzer wies dies zurück.

Nach etwa 60 Minuten endete die Aktuelle Stunde. Sie finden einen Audio-Mitschnitt der Sitzung auf dem YouTube-Kanal von Radio Tonkuhle.

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