Landesgesundheitsamt fordert für Heime mehr Schutz vor Hitze – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Das niedersächsisches Landesgesundheitsamt fordert insbesondere für Pflegeheime einen besseren Schutz vor Hitze. Hintergrund sind jetzt veröffentlichte Ergebnisse einer mehrjährigen Studie, die in Zusammenarbeit mit der AOK Niedersachsen in einem Teil des Landes durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse zeigen, dass mit steigenden Temperaturen Krankenhausaufnahmen insbesondere von Bewohnern von Pflegeheimen mit jedem zusätzlichen Grad zunehmen. Während Tagen mit extremer Hitze hätten die Klinikaufenthalte aufgrund von Dehydration um 16 Prozent und wegen akutem Nierenversagen um acht Prozent zugenommen. Dies zeige, wie wichtig es ist, sich an die klimatischen Veränderungen anzupassen und die Einrichtungen besser gegen hohe Temperaturen zu wappnen, sagte der Präsident des Landesgesundheitsamtes Fabian Feil.

Im gleichen Zusammenhang wurde gestern bekannt, dass sich Niedersachsen einer Bundesratsinitiative von Mecklenburg-Vorpommern anschließt. Darin wird eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Kosten für Hitzeschutz und Klimaanpassung gefordert. Zunehmende Hitzewellen, Dürre und Extremwetter stellten Kommunen, Wirtschaft und Sozialwesen vor immense Herausforderungen, hieß es zur Begründung. Die bestehende Förderung von Hitzeschutzkonzepten durch das Land biete keine verlässliche Basis für nun notwendigen Milliardeninvestitionen, weshalb eine neue Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankert werden müsse. Für Kliniken und Pflegeheime wurde dabei außerdem ein Sofortprogramm gefordert.

260916.fx

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