Titel wird gelesen...

Hier finden Sie Informationen über vergangene Sendungen von Intonarumore aus dem Jahr 2013.

Ankommen - aber wo? Bittere Erinnerungen. - Intonarumore am 21. Dezember 2013

Die Weihnachtssendung der Intonarumore-Redaktion greift noch einmal das Thema vom November auf. Einige der verstummten Stimmen kommen in historischen Aufnahmen zu Gehör. Außerdem befassen wir uns auch mit der Weihnachtsgeschichte und erinnern im dichtesten Weihnachtstrubel daran, dass es weltweit fast 50 Millionen Flüchtlinge gibt, denen ganz und gar nicht weihnachtlich zu Mute sein dürfte. Autor der Sendung ist Andreas Hoppe.



16.11.2013 - LESEN GEGEN DAS VERGESSEN

In diesem November jährten sich die Nationalsozialistischen Pogrome gegen die jdischen Mitbrger in Deutschland zum 75. Mal. Unter den jüdischen Mitbürgern gab es eine große Zahl Musikerinnen und Musiker von international höchstem Rang. Diesen wurde im 3. Reich durch Schikanen der Reichsmusikkammer das Leben systematisch immer schwerer gemacht. Letztlich wurde ihnen durch Berufsverbote und die damit verbundenen Entlassungen aus staatlichen Orchestern, Theatern und Hochschulen sowie die Verweigerung von Pensionszahlungen im wahrsten Sinne des Wortes die Existenzgrundlage unter den Füßen weggezogen. Diese Ereignisse nimmt die Intonarumore-Redaktion zum Anlass einer Sondersendung.

Aller jüdischen Musikerinnen und Musiker im nationalsozialistischen Terror soll in dieser Sendung gedacht werden. Damit sich dieses Gedenken formal vom üblichen Intonarumore-Format abhebt, verzichten wir in dieser Sendung erstmals seit Existenz dieses Formats auf Musik! Es werden stattdessen Zusammenfassungen der Schicksale jüdischer Musikerinnen und Musiker - stellvertretend für alle - vorgelesen. Die Lebensläufe stammen ausnahmslos aus dem Katalog zur Ausstellung: Verstummte Stimmen Die Bayreuther Festspiele und die Juden 1876 - 1945 von Hannes Heer, Jürgen Kesting und Peter Schmidt, erschienen im Metropol-Verlag Berlin 2012.

Leitspruch der Sendung sei folgender Satz von Theodor Wiesengrund Adorno aus dem Jahr 1959, Zitat: Дa゚ die Ermordeten nicht noch um das Einzige betrogen werden, was unsere Ohnmacht ihnen schenken kann, das Gedächtnis."

Im Dezember wird Intonarumore zahlreiche der in der Novembersendung gewürdigten Musikerinnen und Musiker dem Publikum mit historischen Aufnahmen vorstellen!



21.09.2013: GLOBOTUNNEL
Ein Reisehörspiel frei nach der Kurzgeschichte „Der Tunnel“ von Friedrich Dürrenmatt

Im August 2013 stellte der amerikanische Multimilliardär Elon Musk mit Hyperloop das Konzept für ein völlig neues Reisesystem vor, in welchem Reisende weite Strecken in atemberaubender Geschwindigkeit überwinden können sollen: In Vakuumröhren sollen alle 30 Sekunden jeweils bis zu 28 Menschen in geschlossenen Zylindern mit 1200 Km/h hin und her geschossen werden! Musk, der Erfinder von Paypal und Fabrikant des Elektrosportwagens Tesla, ist kein Spinner, sondern eher ein Visionär. Zahlreiche von ihm realisierte Projekte belegen das.

Interessant ist, dass sich ein studentisches Produktionsteam schon im Jahr 2002 durch die künstlerische Annäherung an die Dürrenmatt-Kurzgeschichte „Der Tunnel“ ästhetisch und in Ansätzen auch theoretisch mit den technischen Grundlagen einer röhrengestützten Personenbeförderung auseinandersetzte und schon damals zu sehr ähnlichen Ergebnissen kam wie Herr Musk.

Das Produktionsteam hat das Hörspiel zu der nun 11 Jahre zurückliegenden Multimedia-Performance ausgegraben und leicht restauriert. Es wird aus aktuellem Anlass zeitnah im September ausgestrahlt. Wer die verbreiteten Presseartikel und Internetbeiträge zu Musks Projekt mit den Anfangstexten des Hörspiels vergleicht, wird feststellen, dass starke Ähnlichkeiten in den Formulierungen der Fakten zu finden sind! Futurismus ist offensichtlich eine Geisteshaltung, eine Einstellungssache! Herr Musk, willkommen im Club!

Mitwirkende:
Fritz Bartelt, Frederik Busse, Daniel Durst, Claudia Garbe, Andreas Hoppe, Patrick Junge, Julia Kastner, Johanna Kusche, Sabine Kuse, Axel Meier, Tobias Meyer, Mohini Ramaswami, Sophia Miller, Barbara Schmitz, Thomas Seher, Hendrik Strehl, Sebastian Teutsch, Lysann Weber, Keyna Wilkens.

Dialogregie: Sabine Kuse
Schnitt: Sabine Kuse, Axel Meier
Musik: Axel Meier, Hendrik Strehl
Idee und Gesamtleitung: Andreas Hoppe



17.08.2013: 25 Jahre wie ein Tag
Feature über das Experimentalstudio des Musikinstituts auf dem Hauptcampus der UNI Hildesheim

Als ich vor mittlerweile mehr als 25 Jahren auf dem Hauptcampus das Studio im Musikinstitut aufbaute, hat niemand geahnt, in welche Richtung es sich entwickeln wrde und wie lange es existieren wrde. Bis heute werden dort Produktionen und Zuarbeiten gemacht sowie mit elektronischen Klangerzeugern experimentiert, wenngleich sich die Nutzerklientel und die Arbeitsweise entscheidend geändert haben. Zeitgemäß ist das Studio schon lange nicht mehr, aber immer noch für manche Arbeiten attraktiv!
Andreas Hoppe versucht einen ersten Rckblick in die Anfangszeit des Studios, er hat hierfr die ehemaligen Tutoren Sebastian Kunas, Tobias Naumann, Christian Pellenz und Nicolas Schneider gesprochen und mit Hilfe des Hildesheimer Tonbandexperten Niels Persson alte Aufnahmen gerettet.
Hören Sie Statements der ehemaligen Mitarbeiter sowie Musik von Jazz über Brit-Pop bis Experiment - alle Stücke sind in dem kleinen Kellerstudio zwischen 1986 und 1992 entstanden und stammen ausnahmslos von ehemaligen Studierenden der Universität.

Playlist:
1. You (Neue Revue) 1988
2. Leben oder Sterben (Malte Preuß) 1988
3. Blasting Bottles (Gutsche/Heunrich/Zoch) 1987
4. Safari Gnadenlos (Meyer/Rathgeber) 1992
5. Lonely Star (Stoned Orange) k.A.
6. Ruhrpott-Filmmusik (Malte Preuß) 1990
7. Sharing My Compress (Dagmar Weber) 1990
8. New Messiah (Mind Shape) k.A.
9. Raus Mit Der Sprache (Marco Iorio) 1989
10. Plastic Horn (Ingo Günther/Malte Preuß) 1986
11. Home Taping Is Killing The Music (Neideck/Selhorn) 1989

Weitere Sendungen zum Thema Мusikalischer Rückblick sind in Planung, konkrete Veröffentlichungstermine stehen allerdings noch nicht fest. Schauen Sie später herein und lassen Sie sich überraschen!



20. Juli 2013: Spenckers Abenteuer
Ein Portrait des Jazzgitarristen, Komponisten und Experimentalmusikers Klaus Spencker aus Hannover.

Was verbindet Jazz mit Karlheinz Stockhausen? Wie macht man elektronische Musik mit einer Gitarre und bestenfalls noch mit einem Computer? Was bringt einen Komponisten dazu, sich mit plattdeutschen Texten zu beschäftigen?

Die Antworten auf diese Fragen gab der ungewöhnliche Gitarrist und Komponist unlängst der Intonarumore-Redaktion. Mit besonderen, teilweise bisher unveröffentlichten Ausschnitten aus seinem umfangreichen Schaffen illustriert, stellt die Redaktion um Andreas Hoppe am Samstag ab 16 Uhr exclusiv auf Radio Tonkuhle einen außergewöhnlichen Musiker aus der Region vor, der unter Anderem auch als Jazzgitarrist an der Stiftung Universität Hildesheim tätig ist.


© Intonarumore-Redaktion im Institut für Musik, Universität Hildesheim, 2013, für Radio Tonkuhle, Hildesheim. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Erstausstrahlung Radio Tonkuhle: 18.07.2013




16. März 2013: Der Tag der Klänge

Eine Sendung der Intonarumore Redaktion WS 2012/13 unter der Leitung von Andreas Hoppe

Am 10. November 2012 fand auf dem Kulturcampus der Universität Hildesheim ein ungewöhnlicher Kongress statt: Es ging um Musik und Forschung, Klänge und Experimente, Komposition und Improvisation.

Um die Ausführungen des prominenten Gastes Johannes Goebel aus New York, einem scharfen Denker der internationalen Computermusik-Szene, heften die Mitglieder der Intonarumore-Redaktion einen Streifzug durch die Vorträge, Performances und Klanginstallationen dieser Veranstaltung - quasi mit den Zebrafinken durch die Galaxis. Erkenntnis und Überraschung kommen hier zusammen!

Autoren dieser Sendung: Nadine Adahold, Luca Burzig, Carolina Gottschalk, Christin Köhne, Denise Politz, Matthias Schneider

Moderatorin: Eva Hintermaier.

Endmontage und Regie: Andreas Hoppe.

© Intonarumore-Redaktion im Institut für Musik, Universität Hildesheim, 2013, für Radio Tonkuhle, Hildesheim. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Erstausstrahlung Radio Tonkuhle: 16.03.2013

Förderer

Tonkuhle präsentiert

Werbung