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Hier finden Sie Informationen über vergangene Sendungen von Intonarumore aus dem Jahr 2015.

Intonarumore am 19. Dezember 2015: Cage Spezial

Liebe Intonarumore-Freunde,
erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. So könnte die Dezembersendung diesen Jahres überschreiben werden, denn einige angekündigte Beiträge sind leider nicht fertig geworden und so darf ich Ihnen Musik präsentieren, welche ich schon lange für Intonarumore vorgesehen hatte:

Es handelt sich um Musik des amerikanischen Komponisten John Cage, und zwar keine seiner besonders spektakulären Kompositionen wie beispielsweise „4:33“ aus dem Jahr 1952, oder „Europeras“, eine Musiktheatercollage aus seinem Spätwerk. Heute gibt es Musik für präpariertes Klavier, entstanden zwischen 1940 und 1951.

Wir werden Werke für präpariertes Klavier solo hören. Des weiteren Stücke für präpariertes Klavier und Percussion sowie Stücke für präpariertes Klavier und Kammerorchester. Die ersten beiden Werkgruppen entstanden in den frühen 1940er-Jahren, die Stücke für präpariertes Klavier und Kammerorchester stammen aus den Jahren 1950/51.

Sie können diese Musik wunderbar als Hintergrundmusik beim Einwickeln Ihrer Weihnachtsgeschenke laufen lassen. Das Rascheln des Papiers ist dann ein kompositorisches Element, welches Sie ganz im Sinne John Cages live den Radiodarbietungen hinzufügen.

Also viel Vergnügen mit vorweihnachtlichen Klängen der ganz anderen Art.

Ihr Andreas Hoppe 

 

Intonarumore am 21. November 2015: "Erinnerung"

Uns fehlen die Worte. Wir fassen nur schwer, was in Paris geschehen ist, aber wir begreifen, dass der abscheuliche Anschlag vom 13. November nicht nur Paris galt, sondern einen Angriff auf die Werte der freien Welt darstellt. Darüber möchte die Intonarumore-Redaktion nicht so ohne Weiteres hinweg gehen.

Da der November in unserer Kultur der Monat des Gedenkens ist, wiederholen wir eine Sendung zur Erinnerung an jüdische Musikerinnen und Musiker aus dem Jahr 2013.

Allen Opfern zum Gedächtnis - auch und besonders den Toten von Paris - verzichten wir heute auf Musik.

Für die Intonarumore-Redaktion Ihr
Andreas Hoppe

 

Intonarumore am 17. Oktober 2015: "Vorsicht, Droge!"

Liebe Intonarumore-Freunde, Studienbeginn, Semesterbeginn. Eine Zeit voller neuer Eindrücke beginnt jetzt. Daher gönnt Ihnen die Intonarumore-Redaktion am 17. Oktober eine Stunde Tiefenentspannung. Wir spielen für Sie „Drumming“ des Minimal-Komponisten Steve Reich, geb. 1936 in New York.

„Drumming“ entstand in den Jahren 1970 bis 1971 und gilt als das erste Meisterwerk der Gattung „Minimal-Music“. Das Stück bedient sich der Technik der Phasenverschiebung, was bedeutet, dass die einzelnen Stimmen nach und nach quasi „auseinander driften“. Weiter bedient sich Reich der Technik des Austauschs von Noten durch Pausen bzw. umgekehrt.

Das Stück kann von mindestens 9 bis maximal 13 Perkussionisten aufgeführt werden und dauert deutlich länger als eine Stunde. Damit es in die Sendezeit passt, wurde der erste Teil stark gekürzt. Die anderen Teile werden jedoch ohne Unterbrechung am Stück bis zum Schluss durchgespielt.

Zurück zur Drogenwarnung: Das Anhören dieses Musikstücks kann schläfrig machen, was allerdings im Trend liegt: Schlafkonzerte sind zur Zeit der letzte Schrei.

 

Intonarumore am 19. September 2015: "Das Mondschiff"

Am 19. 9. gibt es bei Intonarumore auf Radio Tonkuhle ab 16:00 Uhr
wieder ungewöhnliche Musik:
Das Redaktionsteam um Andreas Hoppe gräbt mit der Radiocollagge "Das
Mondschiff" auf skurrile Art die Geschichte der "Funkoper" aus. Die
Funkoper war ein Radioformat, welches in den 1930er Jahren und nach dem
2. Weltkrieg bis in die frühen 1960er Jahre recht populär war.
Telenovela ohne Bild sozusagen. Kein Wunder, dass der Fernseher dieser
Radiogattung den Garaus gemacht hat. Völlig? Nein! Eine kleine Gruppe
unerschrockener Radionauten produziert auch bis heute alle paar Jahre
mal so ein "Ding". Die Intonarumore-Redaktion hat die Funkoper
überblicksartig mal in den Weltraum geschossen. Ein paar Splitter
konnten aber gerettet werden. Radioarchäologie sozusagen!
Intonarumore untersucht in wechselnder redaktioneller Zusammensetzung
unter Leitung von Dr. Andreas Hoppe seit 8 Jahren musikalische Phänomene
und Musiker jenseits des Mainstreams. Intonarumore ist ein Produkt von
Radio Tonkuhle und dem Institut für Musik an der UNI Hildesheim. Jeden
3. Samstag im Monat um 16:00 Uhr!
Feedback bitte gerne an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Intonarumore am 20. Juni 2015: "Die Stimmverzerrer"

Musiktheater für die Allerkleinsten? Geht das überhaupt? Und wenn ja, wie? Raphaela Nagler geht in ihrem Feature "Krrr-schll-nzzz - die Stimmverzerrer" dieser Frage nach und beantwortet sie ziemlich umfassend durch die Beschreibung ihres Musiktheaterprojekts. Ganz junge (Musik)theater-Besucher/innen werden wieder zu Klangforschern, was sie ja auch schon im Mutterleib waren. Von daher ist Raphaela Naglers Ansatz sicher interessant: Den kleinen Theaterexperten werden keine chronologischen Geschichten, sondern Klangmuster zur Dechiffrierung, zum Genuss und zur Erweiterung der Phantasie angeboten - offensichtlich mit Erfolg!

Verbringen Sie eine interessante Stunde mit einem unkonventionellen und experimentellen Kindermusiktheater! Das Beste kommt zum Schluss: zufälligerweise wird das Stück nächste Woche nochmal gespielt, und zwar am 24., 25. und 26. Juni, jeweils 10 Uhr in der Universität Hildesheim, Studiobühne 2. Karten gibt es vor der Vorstellung.

 

Intonarumore am 16. Mai 2015: "Aly Keita und Easy Goin"

In diesem Musikfeature geht es um afrikanische Musik, die auch mit westlichen Jazzeinflüssen spielt. Vorgestellt werden der Balafon-Virtuose Aly Keita, welcher auf dem traditionellen afrikanischen Instrument Balafon, eine Art Xylofon, westliche Jazzklänge einbindet, und die Band Easy Goin, welche westliche Jazzmusik spielt. Easy Goin hat ihre Homebase in Berlin und besteht aus internationalen Musikern. Die afrikanische Mentalität und Kultur der Mitglieder prägen ihre Jazzmusik. Dadurch ist eine Freundschaft zu Aly Keita entstanden, die musikalisch zu tollen Projekten führte und ganz nebenbei auch aktive Integration ist. Die Idee zu der Sendung hatte Rubina Vogel. Realisiert wurde sie von Rubina Vogel, Özge Metin und Jan Niklas Krause.
(C) Institut für Musk der Uni Hildesheim und Radio Tonkuhle 2015.

 

Intonarumore am 18. April 2015: Der Cassettenrecorder als Musikinstrument

Patrizia Stunder stellt in ihrem Intonarumore-Beitrag an diesem Samstag den Hannoveraner Klangkünstler Pit Noack vor. Der Absolvent der HBK Braunschweig, der auch international auftritt, performt mit Cassettenrecordern und selbstgebauten Lautsprecherarrays genau so souverän wie mit selbstentwickelter Software und Live-Musikern. Tauchen Sie ein in die ungewöhnliche Klangwelt des Pit Noack.
Wer vorab schon mal mehr wissen möchte schaut nach unter: www.pitnoack.de.

Eine Sendung von Patrizia Stunder. Sprecher: Alexander Keil. Gesamtleitung Intonarumore: Andreas Hoppe

 

Intonarumore am 21.Februar 2015

 Am kommenden Samstag, dem 21. Februar hören Sie ein Feature von Melanie Döning, Marie Severino und Christin Moldenhauer über den legendären US-amerikanischen Komponisten und Multiinstrumentalisten Louis Thomas Hardin, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Moondog“. Der blinde Hardin lebte von 1916 bis 1999 und verbrachte seine letzten 20 Lebensjahre in Deutschland, zuletzt in Münster. Das Feature präsentiert viele seiner skurrilen Musikstücke sowie Statements eines deutschen Weggefährten aus der Zeit um 1979/1980. Für Moondog-Fans bestimmt sehr hörenswert!
Es sprachen die Autorinnen.
© Tonkuhle/Intonarumore/Uni Hildesheim 2015

 

Intonarumore am 17. Januar 2015

Mike Svoboda – Allesbläser und Klangforscher. Eine Sendung von Aaron Weigel. Erstausstrahlung: September 2008.

Was passt am besten in einen von Terroristen zerschossenen, trüben Januar? Etwas, was ernsthaft und heiter zugleich ist. Etwas, was uns zeigt, dass auch die intensive Beschäftigung mit ästhetischen Konzepten (und eines der wichtigsten ist in unserem Kulturkreis zweifellos die Musik) besonderen Spass macht, wenn sie mit dem gehörigen Ernst geschieht. Mike Svoboda ist ein Künstler, der sich bis heute den „Schalk im Nacken" bewahrt hat und trotzdem (oder gerade deshalb?) auf Weltklasse-Niveau musiziert.

Die Intonarumore-Redaktion sendet ein Feature von Aaron Weigel aus dem Jahr 2008, welches bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. Mit seinen skurrilen Kompositionen und Interpretationen verdeutlicht der Komponist und Posaunist auch und gerade im Januar 2015, dass sich die ernsthafte, freie Kunst nie und durch niemanden – auch bei einer Mozart-Interpretation nicht – beeinflussen oder reglementieren lässt! Wir sind alle Charlie!

Für Rückfragen, Anregungen oder Kritik: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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