Der Kreisvorstand der Partei Die Linke kritisiert mangelnde Transparenz im Verfahren zur Erweiterung der Mülldeponie bei Betheln.
Die fast 800-seitigen Antragsunterlagen hätten für einen viel zu kurzen Zeitraum und über die Feiertage in den Gemeinden zur Ansicht ausgelegen, so Sprecher Lars Leopold. Auch sei die Kommunalpolitik nur unzureichend informiert, heißt es weiter. Das Projekt sei dem zuständigen Fachausschuss im Juli 2012 vorgestellt worden. Seitdem seien nachträglich das Einlagerungsvolumen verdoppelt und die Laufzeit der Deponie von 30 auf 52,5 Jahre erhöht worden – ohne, dass die gewählten Vertreter oder die Einwohner darüber in Kenntnis gesetzt wurden.
Die Deponie Betheln bei Gronau soll für Abfälle wie Bauschutt, Beton, Straßenaushub oder Asche vergrößert werden. Kritiker befürchten, dass dadurch das Grundwasser mit schädlichen Stoffen verunreinigt wird.
cw
Das Thema der Tennisplätze auf der Marienburger Höhe ist "vom Tisch". Das sagte Hildesheims Sozialdezernent Dirk Schröder gestern auf einem Pressetermin.
Die Anlagen vor Ort seien gut in Betrieb, und mit den betreibenden Vereinen würden neue Pachtverträge abgeschlossen. Diese würden über 20 Jahre laufen, mit der Option einer vorzeitigen Kündigung.
Die Zukunft der Tennisanlagen war vor etwa zwei Jahren ins Gespräch gekommen, weil sie nicht mehr so umfangreich genutzt wurden wie früher. Die Flächen waren für eine weitere Ausdehnung der Universität ins Auge gefaßt worden. Inzwischen aber ist die Zahl der aktiven Sportlerinnen und Sportler vor Ort wieder gestiegen. Für den Fall, dass die Universität weitere Expansionspläne vorlegt, soll eine Kündigungsoption nach 12 Jahren in die Pachtverträge eingebaut werden.
fx
Der niedersächsische Landtag hat anlässlich des Holocaust-Gedenktages der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.
Schon im Vorfeld hatte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) betont, die Erinnerung an das Geschehene dürfe nicht verblassen, sondern müsse als Mahnung für gegenwärtige und künftige Generationen präsent bleiben. Das Land stelle dafür in dieser Legislaturperiode rund eine Million Euro pro Jahr zusätzlich für die Arbeit in den Gedenkstätten zur Verfügung.
Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) betonte, das Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten werde mit dem langsamen Abschied von den Zeitzeugen schwieriger, aber auch wichtiger denn je. Deshalb komme es auf eine lebendige Arbeit in den Gedenkstätten an, so dass auch künftige Generationen noch individuelle Schicksale kennenlernen können.
fx
Im Maschpark in Hannover müssen heute rund 1000 Liebesschlösser von einer denkmalgeschützten Brücke weichen. Dies berichtet der NDR.
Der Grund dafür seien erhebliche Schäden an dem mit Blatt- und Blütenelementen verzierten Metallgeländer. Dieses war um mehr Platz für Schlösser zu schaffen sogar beschädigt worden.
Die Sanierung des Geländers werde nun etwa 7.000 Euro kosten.
Paare, die ihre Schlösser zurückhaben möchten, könnten sich an den Werkhof wenden, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Brücke im Park sei nun Tabu. Wer seine Liebe aber weiterhin mit Schlössern bekunden möchte, könne beispielsweise an das Nordufer des Maschsees ausweichen.
Die Liebesschlösser bereiten europaweit Probleme. Im vergangenen Jahr brach in Paris sogar ein Geländerteil der Fußgängerbrücke am Louvre unter der Last tausender Schlösser ein.
bjl
Anlässlich des heutigen Holocaust-Gedenktages ist auch im Hildesheimer Rathaus der Opfer des Nationalsozialismus gedacht worden. Unter anderem berichtete der Historiker Markus Roloff über ein KZ-Außenkommando in Hildesheim im März 1945. Schülerinnen und Schüler der Robert-Bosch-Gesamtschule ergänzten den Vortrag mit szenischen Lesungen. Sowjetische Truppen hatten das Vernichtungslager Auschwitz am 27. Januar 1945 befreit. Weltweit finden deshalb an diesem Tag Gedenkveranstaltungen statt.
cw
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