Weltweit haben gestern Menschen der Opfer der Terroranschläge in Frankreich gedacht. In Paris gingen über 1,5 Millionen Menschen auf die Straße.
Auch in Hannover versammelten sich am Nachmittag rund 300 Bürgerinnen und Bürger auf dem Opernplatz.Aufgerufen zu der Gedenkveranstaltung hatten zahlreiche französische und deutsch-französische Organisationen. Sie wollten daran erinnern, dass die getöteten Mitarbeiter von "Charlie Hebdo" für die Pressefreiheit gestorben sind, so der Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft Hannover, Jürgen Grabowski. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium zeigt mit einer Projektion seine Solidarität mit Opfern und Hinterbliebenen der Anschläge in Paris: Auf der Fassade des Ministeriumsgebäudes am Leibnizufer ist wie auf dem Opernplatz der Schriftzug "Je suis Charlie" zu lesen.
cw
Heute abend soll es in Hannover sowohl eine Demonstration der Pegida-Bewegung als auch eine groß angelegte Gegendemonstration geben. Der Hannoveraner Pegida-Ableger „Hagida" will heute abend 500 bis 1.000 Menschen auf dem Opernplatz versammeln. Die Beleuchtung des Opernhauses soll während der Kundgebung abgeschaltet werden, stattdessen werden Statements für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit auf die Fassade projiziert.
Die Protestdemo gegen „Hagida" soll um 17:30 Uhr mit einem Gebet in der Marktkirche beginnen und danach um den Georgsplatz fortgesetzt werden. Hier werden mehr als 10.000 Menschen erwartet, darunter Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD). Er sagte, die Stadt wolle sich gegen die „Hagida"-Veranstaltung wehren. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Bundestags-Vizepräsidentin Edelgard Bulmahn (beide SPD) werden an der Gegendemo teilnehmen, außerdem viele Vertreterinnen und Vertreter namhafter Hannoverscher Organisationen und Initiativen.
fx
Aktualisiert 13 Uhr: Inzwischen werden mehr als 10.000 Menschen zur Gegendemo erwartet, zunächst war von mehr als 4.000 die Rede.
Mit einem traditionellen Festgottesdienst im Dom hat Bischof Norbert Trelle am Samstag den Sternsingern im Bistum Hildesheim gedankt. Rund 2.000 Mädchen und Jungen waren in den Tagen zuvor als Heilige Drei Könige umhergezogen und hatten Geld für notleidende Kinder auf den Philippinen gesammelt. Wegen des Sturms am Samstag kamen etwas weniger Kinder zum Gottesdienst als im Jahr zuvor. Trelle sagte, wo immer Menschen geholfen werde, gehe ein Licht auf. Zum Thema Flüchtlinge sagte er, auch Jesus sei einst ein Flüchtling gewesen.
Am Dreikönigssingen beteiligen sich jedes Jahr in ganz Deutschland etwa 500.000 Sternsinger. Es ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Letztes Jahr kamen dabei allein im Bistum Hildesheim rund 870.000 Euro zusammen.
fx
Die Orkantiefs "Elon" und "Felix" haben über das Wochenende in Norddeutschland für zahllose Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Verschiedenen Berichten zufolge wurden an vielen Stellen Bäume entwurzelt oder Dächer beschädigt. Größere Schäden soll es dabei allerdings nicht gegeben haben. Der Bahnverkehr war insbesondere am Samstag stark beeinträchtigt, insbesondere die Fernverbindungen Hannover – Hamburg und Hannover – Bremen waren wegen umgestürzter Bäume unterbrochen. Auf anderen Strecken fuhren Züge sicherheitshalber mit verminderter Geschwindigkeit.
Die Sturmboen von „Elon" und „Felix" erreichten im Binnenland Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde, auf dem Brocken im Harz wurden sogar 160 Kilometer pro Stunde gemessen. Für die kommenden Tage ist weiter starker Wind und Regen vorhergesagt, aber kein Sturm.
fx
Der ukrainische Fotograf und Künstler Boris Mikhailow ist Träger des Goslarer Kaiserrings 2015.
Die Preisjury würdigte den 76-Jährigenam Freitagabend in der Harzstadt. Mikhailow als sei einen der "wichtigsten Chronisten der sowjetischen und postsowjetischen Gesellschaft".
Mikhailow dokumentierte immer wieder soziale Themen – im Ausland wurde er durch seinen Bilder-Zyklus von Obdachlosen im ukrainischen Charkow bekannt. Er erhielt zahlreiche internationale Fotografie-Preise und stellte seine Arbeiten in Museen auf der ganzen Welt aus. Der undotierte Kaiserring gilt als eine der weltweit bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der modernen Kunst.
cw
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