Ein drei Jahre altes Mädchen ist gestern allein mit der Bahn von Goslar nach Hildesheim gereist.
Wie die Bundespolizei mitteilte, hatte der Vater das Mädchen in den Regionalzug gesetzt und wollte im Anschluss weiteres Gepäck und seine zweite Tochter vom Bahnsteig holen. Währenddessen schlossen sich die Türen und der Zug fuhr los.
Der 44-Jährige alarmierte die Polizei, die ihrerseits den Zugbegleiter informierte. Zwischenzeitlich hatten sich bereits andere Zuggäste des verstörten Mädchens angenommen. Zudem konnte sie mit ihrem Vater telefonieren und so beruhigt werden. In Hildesheim nahm die Bundespolizei die Dreijährige entgegen und unterhielt sie, bis der mit einem Taxi nachgereiste Vater sie abholen kam.
cw
Am Landgericht Hildesheim hat gestern der Prozess zur Schlägerei vor dem TheGa-Kino im letzten Sommer begonnen. Dem 22-jährigen Angeklagten wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
Er soll nach einer Kinovorstellung im Juli gemeinsam mit noch nicht bekannten Mittätern zwei Menschen angegriffen und schwer verletzt haben. Eines der Opfer erlitt einen Kiefertrümmerbruch und ein Schädelhirntrauma. Zum Prozessauftakt wies der Mann die Vorwürfe zurück: er kenne die Täter, wolle die Namen aber nicht nennen. Der 22-Jährige sitzt seit August in Untersuchungshaft. Ihm drohen mehrere Jahre Gefängnis.
cw
Der Hildesheimer Politikwissenschaftler und Experte für Migrationspolitik, Hannes Schammann, sieht hinter dem Phänomen „Pegida" eine wachsende Demokratiefeindlichkeit in Deutschland.
Studien zeigten, dass die Ausländerfeindlichkeit insgesamt zurückgegangen sei. Die Islamfeindlichkeit sei dagegen gestiegen. Der Islam fungiere als ein „Marketingtool für Pegida",so Schammann, als kleinster gemeinsamer Nenner. Im Kern gehe es um eine Ablehnung der Demokratie. Diese werde als Konsumgut begriffen, das man wegwerfen wolle, wenn es einem nicht schmecke. Schammann rief dazu auf, die rassistischen Äußerungen und die Ängste gegenüber dem Islam bei Pegida klar zu verurteilen. Stattdessen gelte es, auf die Probleme darunter einzugehen.
cw
Heute beginnt die traditionelle kommunalpolitische Arbeitstagung der Bürgermeister des Landkreises in Hohegeiß. Sie findet bereits zum 51. Mal statt, auch zahlreiche andere Aktive aus der Politik nehmen teil.
Über zwei Tage werden verschiedene Themen in Vorträgen und Arbeitsrunden diskutiert, z.B. die Gesundheitsversorgung, die kommunalen Finanzen oder die Aufnahme von Flüchtlingen. Dieses Jahr dürften zudem die Verstimmungen zwischen der Kreisverwaltung und den Bürgermeistern wegen des Kreishaushalts zur Sprache kommen: Der Landkreis hatte Ende 2014 vorgeschlagen, die Kreisumlage zu erhöhen, um ein Loch im Haushalt zu füllen. Dieser Vorschlag war von allen anderen Seiten abgelehnt und teils heftig kritisiert worden. Radio Tonkuhle wird nächste Woche über Ergebnisse aus Hohegeiß berichten.
fx
Unter dem Motto "Hannover sagt: Licht aus für Rassisten" wollen am kommenden Montag zahlreiche Menschen in der Landeshauptstadt gegen die islamfeindliche „Pegida"-Bewegung protestieren.
Ein Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook erreichte am Dienstag mehr als 3.500 Unterstützer. Sie protestieren gegen eine von "Pegida"-Sympathisanten angemeldete Demonstration durch die Innenstadt, die ab 18 Uhr stattfinden soll. Die Initiatoren des Gegenbündnisses hoffen, dass am zentralen Kundgebungsort symbolisch das Licht ausgeschaltet wird – wie am Kölner Dom. Auch Prominente unterstützen einen Aufruf gegen "Pegida", darunter Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der evangelische Landesbischof Ralf Meister und der Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, Martin Kind.
cw
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In der Frage um die künftige Unterbringung von Hauptschülerinnen und Hauptschülern will die Stadtpolitik externen Sachverstand hinzuziehen. Ein entsprechender Antrag ist zuletzt im Schulausschuss...
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