NGG fordert mehr Kontrollen beim Mindestlohn – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat angesichts der neuen Regelungen zum Mindestlohn mehr Kontrollen in diesem Bereich gefordert. Der um 1,08 € gestiegene Stundenlohn bedeute für viele der rund 23.500 Mini-Jobber im Landkreis Hildesheim mehr Geld, so Gewerkschaftssekretär Michael Belamon. Es sei aber fraglich, ob alle Chefs dies tatsächlich draufzahlen.

Weil es Versuche geben werde, den neuen Mindestlohn zu umgehen, sollte die Januar-Abrechnung genau überprüft werden: Die Zahl der tatsächlich geleisteten Stunden müsse dabei stimmen. Würden Arbeitgeber die Arbeitszeit auf dem Papier nach unten schrauben, um den Stundenlohn passend zu machen, könnten sie so den Mindestlohn umgehen, so Belamon - was gesetzwidrig wäre.

Da aber die Zahl der Mindestlohn-Kontrollen viel zu niedrig sei, sei das Risiko, dabei erwischt zu werden, auch im Kreis Hildesheim viel zu gering. Die NGG fordert deshalb, die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll personell aufzustocken. Auch sei der Mindestlohn immer nur die Notlösung – wirklich fair sei nur die Bezahlung nach Tarif.

260121.fx

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