Kreisheimatpflege sucht Standorte von Birnbäumen – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Der Landkreis will über ein Kataster im Internet die Standorte von Birnbäumen und verwandten Arten sammeln. Damit wolle man dem Aussterben der Birne entgegenwirken, sagte Kreisheimatpflegerin Paloma Klages im Tonkuhle-Gespräch. Früher habe es eine Vielzahl von Sorten gegeben, heute aber seien in Niedersachsen praktisch nur noch vier davon zu finden. Dabei seien Birnen vielseitig nutzbar, und die Bäume gegenüber Klimaveränderungen und auch Schädlingen widerstandsfähiger als manche anderen Arten.

Mit Hilfe des auf der Internetseite der Gemeinde Schellerten verlinkten Katasters soll nun ermittelt werden, wie es um den Bestand im Kreisgebiet steht, und möglicherweise finde man so auch noch alte Sorten, so Klages. Konkret gefragt wird nach Birnen, Birnenquitten, Apfelquitten und Mispeln. Die eingegebenen Daten werden nicht sofort veröffentlicht, zumal auch Bäume gemeldet werden können, die auf fremden Privatgrundstücken stehen. Deren Besitzer würden dann jeweils um Erlaubnis gebeten, ob die Standorte ins Kataster aufgenommen werden dürfen, betont dessen technische Betreuerin Heike Klapprott von der Gemeinde Schellerten.

Für die gemeldeten Bäume könnte später eine genaue Sortenbestimmung durch Experten folgen, so Klages. In einem späteren Schritt soll es dann auch Kurse etwa zu Schnitt und Veredelung geben. Melden könnten sich im Übrigen auch Menschen, die zwar keinen der gesuchten Bäume haben, aber gerne welche auf ihrem Grundstück hätten. 

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