Zoll entdeckt heimlichen Tiertransport auf der A 2 – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Der Zoll hat bei einer Kontrolle auf der A 2 bei Peine einen heimlichen und offenbar gewerblichen Tiertransport entdeckt. Laut Bericht wurde letzte Woche ein älterer VW Sharan mit rumänischem Kennzeichen gestoppt, an dessen Steuer ein Ungar saß, der angablich nach Dänemark unterwegs war. Im Kofferraum wurden dann zwei Hundeboxen mit zwei weiblichen Dackeln und einem Jungtier, und im Gepäck zwischen Beifahrersitz und Rückbank eine Taubentransportbox mit 13 etwa sechs Wochen alten Dackelwelpen gefunden. Der Fahrer konnte dafür keine Dokumente vorlegen, und keiner der Hunde erfüllte die tierseuchenrechtlichen Bestimmungen. Laut der Amtstierärztin des Kreises Peine waren die Welpen in der Box "unter widrigsten Bedingungen zusammengestopft" und schon deutlich geschwächt.

Die Hunde wurden ins Tierheim gebracht. Dabei wurde auch festgestellt, dass die beiden Dackel tragend sind und in Kürze weiteren Nachwuchs bekommen werden. Sie sind somit nicht die Mütter der Welpen, womit ein weiterer Verstoß gegen die Tierschutz-Hundeverordnung besteht, die einen Verbleib beim Muttertier für mindestens acht Wochen vorschreibt. Der Fahrer sagte, die Tiere seien für Familienangehörige und Freunde gedacht, der Zoll aber geht angesichts der Umstände von einem gewerblichen Tiertransport aus, für den eine besondere Befähigung sowie ein Fahrzeug mit entsprechender Zulassung notwendig ist. Laut der Amtstierärztin haben außerdem einige der Welpen eine seltene Fellscheckung, die sie für Händler besonders wertvoll macht.

Den Fahrer erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der Verstöße, und er muss die Kosten für die Unterbringung der Tiere in Quarantäne tragen.

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