Neues Rettungsdienstmodell tritt in Kraft – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Mit dem morgigen Mittwoch tritt im Landkreis Hildesheim der neue Rettungsdienstbedarfsplan in Kraft. Dieser ist zwar schon vor längerer Zeit beschlossen worden, ist aber weiterhin Streitpunkt im Kreistag und auch unter Beschäftigten des Bereichs.

Ziel der Umstellung ist laut ihrer Verfechter, dass die vorhandenen Ressourcen im Rettungsdienst gezielter eingesetzt werden. So sollen die sogenannten Eintreffszeiten oder Hilfsfristen besser eingehalten werden – für Niedersachsen vorgesehen ist eine Zeit von 15 Minuten zwischen dem Eingehen eines Notrufs und dem Eintreffen der Rettungskräfte in 95 Prozent der Fälle.

Dafür sollen insbesondere künftig einige Rettungswagen mit besonders qualifizierten Notfallsanitätern an Bord nur für tatsächliche Notfälle eingesetzt werden, und nicht akute Krankenfahrten von Krankentransportwagen übernommen werden, in denen Rettungssanitäter mit im Vergleich weniger Befugnissen sitzen.

Kritiker befürchten eine weitere Verschlechterung der Rettungsdienstversorgung insbesondere in Teilen des Südkreises. Laut einer Auswertung des Landkreises wurde die Hilfsfrist im 3. Quartal letzten Jahres nur in 85 Prozent der Fälle erreicht, und im 4. Quartal nur in 83 Prozent. Wie sich das neue System ab Juli auswirkt, soll engmaschig ausgewertet werden.

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