Drogenhilfe warnt vor Suchtgefahr durch synthetische Opioide – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Die Hildesheimer Drogenhilfe beobachtet derzeit die Zunahme des Drogenmissbrauchs mit synthetischen Opioiden wie Fentanyl oder Oxycodon. Das sagte Dominic May von der Hildesheimer Drogenhilfe gestern Abend vor dem Sozialausschuss. Solche Drogen würden von viele jungen Menschen konsumiert, und anders als etwa früher Heroin seien sie über das Internet einfach bestellbar.

May sagte, Drogenprobleme seien immer auch ein Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung. Viele hätten diese Opioide als Mittel entdeckt, mit dem sie kurzfristig Stress abbauen können – ob in der Corona-Pandemie oder angesichts der vielen Krisen auf der Welt und einer generell empfundenen Unsicherheit.

Im Gegenzug werde die früher große Gruppe der Heroinabhängigen kleiner und älter, und viele Betroffene würden inzwischen an den Folgen ihres jahrelangen Konsums erkranken und oft auch früh sterben. Insofern verändere sich auch die Arbeit der Drogenhilfe mit der Zeit, so May – sie wolle Menschen erreichen und aus der Abhängigkeit begleiten. Die sei gerade bei jungen Menschen schwierig, weil sie noch keinen Wunsch zum Ausstieg haben.

May kündigte außerdem für den 28.10. eine Fachtagung zum Thema Kokainkonsum im RPM an.

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