Mit der Aktion „7 Wochen ohne“ will die evangelische Kirche in diesem Jahr an die Fasten- und Passionszeit erinnern. Die Aktion solle helfen, die Wochen bewusst zu erleben und zu gestalten, heißt es in einer Mitteilung. Die diesjährige Fastenzeit steht unter dem Motto „Üben! Sieben Wochen ohne Stillstand“ und will dazu aufrufen, Neues auszuprobieren - allein oder z.B. auch in Fastengruppen. Die Fastenzeit beginnt übermorgen, am Aschermittwoch, und endet zu Ostern. Die Fastenaktion wurde 1983 ins Leben gerufen.
sk/fx
Ergänzung 02. März:
Aufgrund der extrem hohen Hilfsbereitschaft sind inzwischen so viele Pakete eingegangen oder angekündigt worden, dass derzeit keine mehr angenommen werden können, teilt die Stiftung auf ihrer Internetseite mit.
Die ursprüngliche Meldung:
Die Deutsche Kleiderstiftung mit Sitz in Helmstedt bereitet sich in diesen Tagen auf die Versorgung zahlreicher flüchtender Menschen aus der Ukraine vor. Es sei damit zu rechnen, dass Hunderttausende in Not gerieten, sagte der geschäftsführende Vorstand Ulrich Müller. Ein großer Flüchtlingsstrom, der auch Deutschland erreiche, sei nicht mehr auszuschließen.
Deshalb bitte die Stiftung um Kleider- und Geldspenden, wobei für Kleiderspenden kostenlos Paketscheine angefordert werden können. Sie sammelt seit 2012 in ganz Deutschland gebrauchte und neue Kleidung sowie Schuhe und Haushaltswäsche, und unterhält enge Kontakte in die Ukraine. Sachspenden könnten kostenfrei an die Organisation geschickt werden. In Hildesheim betreibt die Stiftung darüber hinaus das Geschäft "Zweimalschön" in der Schuhstraße.
fx
Die Polizei Hildesheim hat an diesem Wochenende gleich zweimal einen Mann beim Fahren ohne Führerschein ertappt. Laut Meldung war zunächst am Freitag bei der Aufnahme eines Unfalls aufgefallen, dass der 62-Jährige nicht die nötige Fahrerlaubnis für seinen Wagen hat. Als Konsequenz wurde ein Strafverfahren eingeleitet und die Weiterfahrt untersagt. Am Samstagabend erblickte dann ein schon am Vortag eingesetzter Polizist den gleichen Mann in der Schuhstraße - wiederum hinter dem Steuer seines Wagens. Neben einem erneuten Strafverfahren muss der 62-jährige nun bei einem weiteren Verstoß damit rechnen, dass sein Auto eingezogen wird.
fx
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekündigte Kursänderung in der deutschen Politik unterstützen. Er sagte gestern Abend, unter dem Eindruck der russischen Aggression in der Ukraine sei es richtig, nun Waffen zu liefern. Es sei „beunruhigend“, dass Präsident Putin die Abschreckungskräfte seines Landes in Alarmbereitschaft versetzt habe. Er hoffe sehr, dass verantwortungsbewusste Kräfte im russischen Militär und in der Administration helfen werden, eine weitere Eskalation des Konflikts zu vermeiden, so Weil.
Putin habe die zentrale Schwachstelle des Systems gegenseitiger Sicherheit in Europa aufgezeigt: Es setze voraus, dass sich alle Beteiligten an Vereinbarungen halten. Putin dagegen ignoriere schlichtweg Verträge und Recht, und setze stattdessen auf die Macht aus den Gewehrläufen. Zu einer neuen Sicherheitspolitik gehörten auch die Sperrung des deutschen Luftraums für russische Flugzeuge und der Ausschluss aus großen Teilen des internationalen Geldtransfersystems Swift, sowie ein anderer Umgang mit der Bundeswehr - deren Kernauftrag, die Verteidigung der Landesgrenzen, habe sich eben nicht überholt.
Vor dem Hintergrund der Ankunft erster Geflüchteter in Deutschland dankte Weil den Bürgern, die bereit seien Unterkünfte anzubieten und die vor dem Krieg Fliehenden auch anderweitig zu unterstützen. Niedersachsen werde Menschen aus der Ukraine, die ihre Heimat verlassen müssen, Zuflucht bieten.
fx
Über 1.000 Menschen haben heute hinter dem Hildesheimer Rathaus gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Dazu aufgerufen hatten die Initiative "Pulse of Europe", einige Partei-Nachwuchsorganisationen und der DGB. Unter den Sprecherinnen und Sprechern war eine ukrainische Studentin, die unter anderem die Frage stellte, warum es so lange gedauert hat, bis harte Reaktionen auf das Vorgehen der russischen Regierung erfolgt sind.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal sagte daraufhin, dass einige Entscheidungen vielleicht zu lange gedauert hätten - auf der anderen Seite aber sei es auch sehr wichtig gewesen, die Mittel der Diplomatie bis zum Ende auszureizen. Nun aber gebe es "neue Wahrheiten, die auch zu einer veränderten Politik führen müssen", so Westphal. Das bedeute auch mehr Ausgaben für das Militär. Zunächst aber müsse alles dafür getan werden, der Ukraine zu helfen, und das gelte auch hierzulande, etwa mit Blick auf Menschen auf der Flucht.
Weitere Reden bekräftigten vor allem die Solidarität mit der Ukraine, wobei immer wieder auch zur Sprache kam, dass der russische Präsident Vladimir Putin die Verantwortung für den Krieg trage und nicht die russische Bevölkerung. Es zeuge von großem Mut, dass sich viele Menschen in Russland derzeit in Protest gegen den Krieg ebenfalls auf die Straße begäben. Pulse of Europe kündigte weitere Demonstrationen dieser Art an, bis der Krieg beendet sei.
Radio Tonkuhle berichtet am Montagmorgen in den Magazinsendungen über die Demonstration.
fx
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