14 Fotos dokumentieren Deportation von Hildesheimer Juden – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Auf der Internetseite "LastSeen. Bilder der NS-Deportationen" sind nun Deportationsfotos aus Hildesheim aus dem Jahr 1942 zu sehen. Das teilt die Stadt mit. Am 27. März waren 241 Jüdinnen und Juden aus dem Regierungsbezirk Hildesheim mit Sonderzügen der Straßenbahnlinie 11 in ein Sammellager in Ahlem, und von dort dann ins Warschauer Ghetto gebracht worden.

Zuvor waren sie in der Hildesheimer Gendarmerieschule von der Gestapo durchsucht und ihres letzten Vermögens beraubt worden. Von dieser Durchsuchung und Deportation gibt es 14 Fotos, die 2003 anonym im Hildesheimer Stadtarchiv abgegeben worden sind, angefertigt offenbar von einer dafür autorisierten Person. Es sind die letzten Aufnahmen der gezeigten Menschen - niemand von ihnen kehrte zurück.

Anlässlich des 84. Jahrestages ist die gesamte Serie erstmals vollständig online auf der Seite atlas.lastseen.org veröffentlicht worden. LastSeen sammelt seit 2021 solche Fotos aus der Zeit von 1938 bis 1945. Dabei werden die Bilder mit weiteren Informationen verknüpft, und Personen soweit möglich identifiziert und mit einer Biografie versehen.

Auf den Hildesheimer Bildern seien so 23 Personen aus Hildesheim, Moringen, Göttingen, Sarstedt, Pattensen, Duderstadt, Telgte und Einbeck ausgemacht worden, so die Stadt. Dafür habe das Stadtarchiv intensiv mit LastSeen zusammengearbeitet. Weitere Informationen dazu gibt es auch bei einer kommenden Veranstaltung des Hildesheimer Heimat- und Geschichtsvereins am 23. April um 18 Uhr im Riedelsaal der Volkshochschule.

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