Erben jüdischer Kunsthändler haben vor einem amerikanischen Gericht die Bundesrepublik Deutschland auf Herausgabe des so genannten Welfenschatzes verklagt.
Sie argumentieren, dass ihre Vorfahren den Schatz den Nationalsozialisten weit unter Wert verkaufen mussten. Diese Auffassung ist vor einigen Jahren von einer eigens eingesetzten Kommission nicht geteilt worden.
Der Welfenschatz umfasst 44 Einzelstücke, darunter Altäre, Statuen und Goldfiguren. Sein Wert wird auf 200 Millionen Dollar geschätzt. Er wurde vor kurzen als national wertvolles Kulturgut eingetragen und kann Deutschland damit nur mit Zustimmung der Kulturstaatsministerin verlassen.
Ernst August von Hannover hatte die Kunstwerke im Jahr 1929 an eine Gruppe jüdischer Kunsthändler verkauft – diese gaben sie später für einen Bruchteil des Geldes an Hermann Göring weiter. Nach dem Krieg ging der Schatz in den Besitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz über.
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Der Kunsthistoriker Christoph Schulz-Mons hat seine Forschungsbibliothek über die Michaeliskirche ans Michaeliskloster übergeben.
Er hatte zum 1.000 Geburtstag der Kirche im Jahr 2010 eine Forschungsarbeit abgeschlossen. Die dabei verwendeten Bücher sind jetzt der Öffentlichkeit in der Bibliothek des Michaelisklosters zugänglich. Schulz-Mons gilt als ausgewiesener Kenner der Kirchenanlage und hat bereits mehrere Bücher zum Thema veröffentlicht.
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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat in der Diskussion um das Kirchenasyl zu Mäßigung aufgerufen. Alle Verantwortlichen sollten „verbal abrüsten", sagte er bei der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz in Hildesheim, die gestern begonnen hat. Es gehe den Kirchen nicht darum, den Rechtsstaat auszuhebeln, sondern in Grenzfällen noch einmal über die Situation der Flüchtlinge nachzudenken. Die Kirche wolle kein Staat im Staate sein, und das Kirchenasyl dürfe auch nicht dazu missbraucht werden, die Asylfrage grundsätzlich zu lösen.
Das Thema war in den letzten Wochen deutschlandweit diskutiert worden, nachdem mehrere Politiker die Kirchen deswegen kritisiert hatten, darunter auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Derzeit gehen die Behörden von etwa 400 Fällen von Kirchenasyl in Deutschland aus.
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Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat heute die Absage des traditionellen Karnevalsumzugs in der Stadt vor einer Woche verteidigt. Er sagte vor dem Stadtrat, es habe keinen Zweifel gegeben, dass es einen Plan für einen Anschlag gegeben habe, und der auch ausgeführt worden wäre. Der Informant in der Sache sei in der Vergangenheit sehr verlässlich gewesen. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover.
Man habe auch eine mögliche Verlegung geprüft, sowohl zeitlich als auch örtlich, so Markurth weiter. Man habe dies aber verworfen. Der Braunschweiger Karnevalsumzug „Schoduvel" ist der größte in Norddeutschland. Er ist mehrere Kilometer lang und zieht jedes Jahr über zweihunderttausend Menschen an.
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Die Johannishofstiftung übernimmt die Kosten für das Hortmittagessen von sozial benachteiligten Kindern. Wie die Stiftung mitteilt, fallen darunter Kinder, deren Familien bzw. Erziehungsberechtigte Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II oder dem Asylbewerberleistungsgesetz, auf Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz haben.
Bis Ende 2013 wurde für diese Kinder das Hortmittagessen vom Bund übernommen. 2014 war es der Stadt möglich gewesen die Kosten zu übernehmen. Nun übernehme die Stiftung. Viele Kinder aus einkommensschwachen Familien müssten auf ein warmes Essen am Tag verzichten und Kinder und Jugendliche bräuchten eine ausgewogene Ernährung, so Sozialdezernent Dirk Schröder, Vorsitzender der Johannishofstiftung. Mann werde weiterhin versuchen, beim Bund auf eine Aufnahme des Hortmittagessens in den Katalog der BuT-Leistungen hinzuwirken, damit auch für die Folgejahre eine Finanzierung sichergestellt werde.
bjl
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