Die Polizei hat am Sonntagabend in der Stresemannstraße einem Jugendlichen eine Schreckschusswaffe abgenommen. Laut Bericht war zuvor ein Hinweis eingegangen, dass er damit im Hinterhof eines Wohnkomplexes geschossen hatte. Als die Beamten eintrafen, hatte der Jugendliche die Waffe im Hosenbund. Im Anschluss an die Befragung wurde er an einen Erziehungsberechtigten übergeben.
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Der Hildesheimer Stadtrat hat auf seiner Sitzung gestern Abend in einer Aktuellen Stunde über einen besseren Hitzeschutz im Stadtgebiet gesprochen. Die Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen, Tinka Dittrich, ging dabei in ihrer Einleitung sowohl auf das schlechte Abschneiden der Stadt beim "Hitze-Check" der Deutschen Umwelthilfe ein als auch auf die für heute und morgen angekündigten Tage mit deutlich über 30 Grad - und fragte die Stadtverwaltung nach deren Planungen in Sachen Hitzeschutz.
OB Dr. Ingo Meyer sagte, er stimme grundsätzlich zu, dass mehr geschehen müsse, wenn auch die Methodik der Umwelthilfe zweifelhaft sei. So laufe ein Programm, Schulen und Kitas mit mehr Möglichkeiten zur Verschattung auszustatten, es sei ein dritter Trinkwasserbrunnen in Arbeit und und wo möglich, würden auch Bäume gepflanzt. In vielen Fällen aber - etwa am Angoulêmeplatz - seien diese derzeit noch zu klein, um eine spürbare Wirkung für die Umgebung zu haben. Außerdem werde etwa bei den Sanierungsplanungen etwa für die Wallanlagen der Klimawandel mitgedacht, in dem resilientere Baumsorten eingesetzt werden.
Stadtplanerin Sandra Brouer ergänzte, es würden mehr Bäume gepflanzt als gefällt, die Pflanzungen geschähen aber immer im Herbst – so könne in der Bevölkerung der Eindruck entstehen, dass wenig passiert. Zudem habe die Stadt das Problem, das viele Flächen im Zentrum nicht ihr gehören, und dass es zwar einige Förderprogramme in Sachen Klimaschutz gebe, die kaum angenommen würden - so gebe es ein Programm für die Entsiegelung von Höfen, das aber bisher nur ein einziges Mal in Anspruch genommen worden sei.
In der Diskussion betonten Ratsleute verschiedener Fraktionen, dass es in Sachen Hitzeschutz mehr greifbare Resultate brauche. Zum Abschluss wurde die Idee aufgeworfen, dass sich einige Ratsmitglieder als AG aktiv für die Entsieglung von Flächen in der Innenstadt einsetzen.
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Die Kreisstraße 305 bei Holle ist in Folge eines technischen Defekts kurzfristig zwischen dem Bahnübergang in Holle und dem Abzweig nach Derneburg gesperrt worden. Wie der Kreis mitteilt, sind dort aus einem landwirtschaftlichen Nutzfahrzeug 120 Liter Hydrauliköl ausgetreten und haben die Fahrbahn verunreinigt.
Wegen der großen Menge und des warmen Wetters könne der Bereich nicht gereinigt werden, sondern müsse nun saniert werden. Dies werde durch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr umgehend in die Wege geleitet, einen genauen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht - gerechnet werde mit etwa zwei Wochen.
Der betroffene Bereich sollte solange wegen der hohen Rutschgefahr nicht befahren werden, der Verkehr werde über Grasdorf und die B6 umgeleitet.
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Ein weiteres Mal ist Diebesgut von seinem Besitzer als Annonce im Internet entdeckt worden. Wie die Hildesheimer Polizei mitteilt, hatte ein Mann einen vermieteten Rotationslaser nicht zurückbekommen, ihn dafür aber auf einer Online-Verkaufsplattform wiedererkannt. Er vereinbarte am Samstag ein Treffen mit den Verkäufern und informierte die Polizei.
Am Treffpunkt in der Eupener Straße trafen die Beamten dann auf zwei tatverdächtige Personen im Alter von 26 und 28 Jahren, die das Lasergerät dabeihatten. Es wurde sichergestellt, gegen das Duo läuft nun ein Verfahren wegen Hehlerei.
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Im Kreistag ist eine Entscheidung zur künftigen Ausstattung des Rettungsdiensts im Landkreis Hildesheim gefallen. Mit den Stimmen der Mehrheitsgruppe unter Führung aus SPD und Grünen wurde der neue Bedarfsplan verabschiedet, der unter anderem vorsieht, Rettungswagen mit Notfallsanitätern nur noch in echten Notfällen einzusetzen, die Zahl dieser Rettungswagen zu reduzieren und stattdessen verstärkt auf Krankentransportwagen mit - im Vergleich - weniger qualifiziertem Personal zu setzen.
Diese Umstellung hatte im Vorfeld für viel Kritik vor allem vom Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst Hildesheim e.V. gesorgt, der im Kreistag eine Petition mit über 42.000 Unterschriften gegen die Vorlage übergab. Im Kreistag kam es dann zum Schlagabtausch zwischen der Mehrheitsgruppe und der Opposition, bei der sich beide Seiten Falschinformationen vorwarfen.
Die AG Rettungsdienst veröffentlichte heute eine Reaktion auf den Kreistagsentschluss, in der die Kritik an der Neuregelung, die in einem Jahr in Kraft treten soll, erneuert wird. Es gebe eine lange Liste offener Fragen, auf die man bisher keine Antwort erhalten habe. Für die AG sei der Weg nun keineswegs zu Ende, sondern er fange gerade erst an: Man werde weiterhin unbequem sein und Informationen einfordern - und biete zugleich allen Interessierten erneut das Gespräch an.
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