Ratsdiskussion um SEHi-Skandal legt tiefergehende Probleme offen – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Im Hildesheimer Stadtrat ist in der Sitzung am Montag Kritik an der Stadtentwässerung geübt worden. Anlass war der Bericht des städtischen Rechnungsprüfungsamts (RPA) zum so genannten „Compliance-Verstoß“ im Unternehmen: Ein Mitarbeiter soll dort Arbeiten auf seinem Grundstück den Gebührenzahlern in Rechnung gestellt haben. Das RPA hat bestätigt, dass hier ein Verstoß vorliegt – die Details dazu sind nicht öffentlich.

SPD-Fraktionschef Stephan Lenz hinterfragte, warum der Fall aus der Mitarbeiterschaft an die Presse weitergegeben wurde statt an die Unternehmensleitung, und warum es keine Informationen für den Rat gab. CDU-Fraktionschef Dennis Münter schloss sich an und sagte, er erlebe hier und auch bei der EVI, dass sich ein Grundprinzip verdrehe: Die Stadt sei 100-prozentiger Gesellschafter dieser Firmen, und dennoch würden offenbar diese der Stadt vorgeben, was in ihrem Bereich wie etwa bei Baumaßnahmen geschieht, und nicht andersherum. Die Stadt müsse bei der SEHi wieder das Sagen haben, so Münter.
Die Konsequenzen aus dem Verstoß und die geäußerte Kritik sollen nun im SEHi-Verwaltungsrat besprochen werden.

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