Den Schullandheimen im Norden droht das Aus. Die massenhaften Absagen von Klassenfahrten führten zum Wegfall fest geplanter Einnahmen, von denen direkt mindestens zwei Drittel der 70 gemeinnützigen Häuser in Norddeutschland betroffen seien, teilten die Arbeitsgemeinschaft norddeutscher Schullandheime mit.
Trotz drastischer Kostensenkungen durch Kündigungen und Kurzarbeit drohe vielen Häusern in wenigen Wochen die Insolvenz, sagte Benjamin Krohn, Vorstand der AG Hamburger Schullandheime. Die oft kleinen gemeinnützigen Träger hätten meist wenige Rücklagen und seien nach der Winterpause dringend auf die Einnahmen der kommenden Wochen angewiesen.
Abhilfe schaffen könne nur ein koordiniertes und länderübergreifendes Handeln. Schnelle Finanzhilfen seien "zwingend notwendig". Die Stornokosten aller Klassen- und Kitagruppenfahrten müssten großzügig in allen Bundesländern von Sozial- und Schulbehörden übernommen werden, forderte Krohn. Als Gegenleistung könnten die Häuser insgesamt Tausende von Betten als Quarantänestandorte in der aktuellen Krise zur Verfügung stellen.
sk
Mit einer speziellen Krankenwohnung will die Caritas in Hannover pflegebedürftigen wohnungslosen Menschen helfen. Die Wohnung im hannoverschen Stadtteil Kirchrode bietet auf insgesamt 130 Quadratmetern Platz für fünf Frauen und Männer, wie der Caritasverband Hannover am Dienstag mitteilte. Sie solle obdachlosen Menschen, die ihre gesundheitlichen und sozialen Probleme nicht aus eigenen Kräften überwinden könnten, professionelle Hilfe anbieten, sagte Caritas-Vorstand Andreas Schubert.
Die Caritas wird bei dem Projekt von der Region Hannover unterstützt. Die Ricarda und Udo Niedergerke Stiftung spendete 10.000 Euro für die Ausstattung der Wohnung. In Hannover leben nach Angaben der Stadt rund 1.100 wohnungslose Menschen in Notunterkünften, etwa 350 in stationären Einrichtungen und bis zu 600 auf der Straße. In der Stadt gibt es bereits zwei weitere Krankenwohnungen für Obdachlose, die von der Diakonie betrieben werden.
sk
Niedersachsens Innen- und Sportminister Boris Pistorius will die Sportvereine vor einer existentiellen Krise schützen. Sportvereine seien enorm wichtig für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft, betont der Minister. Gerade der Sport werde es sein, der dabei hilft, die ersten Schritte Richtung Normalität zu gehen.
Um die Folgen für den Sport insgesamt einschätzen zu können, hat der Landessportbund (LSB) am 1. April 2020 eine Vereinsumfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise gestartet. Die Teilnahme ist bis zum 20. April möglich. Am 22. April will Pistorius gemeinsam mit dem LSB über die Ergebnisse und die zu ziehenden Konsequenzen beraten.
sk
Die niedersächsische Landesregierung will am Montag einige der derzeitigen Regeln für den Umgang mit der Corona-Pandemie ändern. Ministerpräsident Stephan Weil sagte bei der Vorstellung, man habe mit den derzeitigen Einschränkungen viel erreicht – vor allem, dass es nicht die befürchtete Überlastung der Krankenhäuser über Ostern gegeben habe. Man wolle sich, sobald wie möglich, wieder “der Normalität annähern”. Allerdings, so Weil, werde dies dauern.
Ab Montag gelten einige neue Regeln – so können etwa Geschäfte einer Größe bis zu 800 Quadratmeter wieder öffnen sowie generell Buchhandlungen sowie KfZ- und Fahrradhändler. Die Abschlussklassen der Schulen gehen am 27. April in den Unterricht, im Wochentakt danach dann die nächst älteren Klassen. Großveranstaltungen bleiben dagegen bis Ende August untersagt. Das betrifft für Hildesheim unter anderem die Jazztime und das MeraLuna.
Weil sagte, der Effekt dieser Änderungen werde genau beobachtet. Die Ministerpräsidenten würden sich ab sofort alle zwei Wochen per Videokonferenz treffen und das weitere Vorgehen beraten. Je nach Entwicklung der Lage seien weitere Lockerungen möglich, oder auch deren Rücknahme.
fx
Für den Behinderten- und Inklusionsbeirat sucht die Stadt Hildesheim Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Am 20. Juni wird der Beirat zum vierten Mal in der Rathaushalle neu gewählt. Das neunköpfige Gremium arbeitet selbständig und unabhängig als Vertreter der BürgerInnen mit Behinderungen in der Stadt.
Wahlberechtigt sind alle Personen, die in Hildesheim leben und nach Schwerbehindertengesetz behindert sind beziehungsweise deren rechtliche Betreuerinnen und Betreuer. Informationen sind bei Ulrike Dammann im Bereich Teilhabe und Rehabilitation der Stadt Hildesheim erhältlich.
sk
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