Bei fast jeder zweiten Insektenart in Deutschland gehen die Bestände zurück. Das sagte Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Diese sinkenden Zahlen zeigten sich eindeutig in den seit 40 Jahren geführten sogenannten Roten Listen. Verursacht werde das vor allem durch die Landwirtschaft, zunehmend spiele aber auch der Klimawandel eine Rolle.
Von einem Artensterben wollte die Behördenchefin aber nicht sprechen. Der Rückgang der biologischen Vielfalt sei zwar massiv, aber kein plötzliches Ereignis, das über uns komme. Die Entwicklung vollziehe sich bereits seit Jahrzehnten. Deswegen halte sie den Begriff Artenrückgang für treffender. Die Entwicklung bei den Insekten habe vermutlich bereits Auswirkungen auf andere Arten. So sei der Rückgang bei insektenfressenden Vögeln in Agrarlandschaften besonders ausgeprägt.
Jessel warnte davor, die Entwicklung zu verharmlosen: Speziell bei Wildbienen- und Hummelarten gelten nach ihren Angaben 41 Prozent als gefährdet. Es gebe in der Natur komplexe Bestäubungsnetze. Wenn dort einzelne Maschen wegfallen, komme es zu Verschiebungen im Artenspektrum, mit unüberschaubaren Folgen für das Ökosystem.
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In Hildesheim ist gestern die Eine Welt Woche 2019 gestartet. Sie hat ihren Schwerpunkt in der Andreas-Passage mit verschiedenen Aufstellern, es gibt aber auch verschiedene Aktionen, etwa auf der Lilie. Am morgigen Mittwoch findet um 11 Uhr ein fairer Brunch beim Antonia e.V. im ersten Stock der Passage statt - dabei lautet das Oberthema "Gleichberechtigung im Fairen Handel".
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Der parteilose Hildesheimer Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer hat angekündigt, bei den Kommunalwahlen im Herbst 2021 erneut für das Amt antreten zu wollen. Er sagte vor dem Stadtrat, in den letzten Jahren habe Hildesheim viel erreicht - auch dank einer "guten, sach- und lösungsorientierten Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung".
Diese Entwicklung müsse weitergeführt werden und die Stadt auch für die Themen der Zukunft gut aufgestellt werden. Daran wolle er auch weiterhin maßgeblich mitwirken - bestärkt werde er dabei auch durch viele Menschen, die in den vergangenen Wochen auf ihn zugekommen seien, um ihm ihre Unterstützung zuzusichern.
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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert für die erfolgreiche Umsetzung der Inklusion eine ständige zweite Lehrkraft im Klassenzimmer. In einer Mitteilung heißt es, die Inklusion dürfe nicht kaputtgespart werden. Um sie gelingen zu lassen, müsste permanent im Team unterrichtet werden. Optimal wäre dafür als zweite Person eine Förderschullehrkraft oder eine pädagogische Fachkraft. Auch sollte die Zahl der Kinder pro Klasse deutlich gesenkt werden. Das müsse das politische Ziel sein und das müsse auch finanziert werden, so die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth.
Derzeit sei die Situation für alle Seiten unbefriedigend: Allgemeine Lehrkräfte unterrichteten in gemischten Klassen und würden nur in wenigen Stunden durch Förderschullehrkräfte unterstützt. Sie fühlten sich deshalb mit der Inklusion allein gelassen und könnten sich dem einzelnen Kind nicht so widmen, wie sie es für richtig halten und wie es die Schüler verdient hätten. Förderschullehrkräfte dagegen müssten zwischen Förderschulen und Regelschulen pendeln und könnten so ebenfalls den Kindern nicht gerecht werden.
Notwendig ist Pooth zufolge in erster Linie die Ausbildung weiterer Förderschullehrkräfte. Sie kritisierte, dass derzeit dennoch nicht alle Studienplätze für Förderschullehrkräfte besetzt würden, zudem seien Weiterbildungsangebote für allgemeine Lehrkräfte gestrichen worden.
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Die Stadt Hildesheim lädt Bauinteressierte am morgigen Dienstag zu einem Infoabend in den Schafhausen-Saal des Roemer- und Pelizaeus-Museums. Es soll um Themen wie die künftige Siedlungsentwicklung in der Stadt, deren Rahmenbedingungen aber auch Klimaschutzmaßnahmen und ressourcenschonenden Siedlungsbau gehen. Während der gesamten Veranstaltungen stehen Fachgutachter für Beratungen zur Verfügung.
Der Infoabend beginnt um 18:30 Uhr. Um eine Anmeldung wird gebeten unter Telefon 05121 301-3022 oder unter
sk
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