Die Hildesheimer Stadtpolitik berät nun das weitere Vorgehen zur Zukunft des Andreanums. Heute Nachmittag gab es dazu eine gemeinsame Sondersitzung des Finanz- und Stadtentwicklungsausschusses und des Ortsrats Stadtmitte/Neustadt. Sozialdezernent Malte Spitzer und Stadtbaurätin Andrea Döring stellten dabei die Grundlagen und den Stand der Dinge vor.
Demnach gibt es an allen Gebäuden, insbesondere dem sogenanten Oesterlen-Bau, akute Bau- und Sicherheitsmängel sowie einen dringenden Bedarf an einer energetischen Sanierung. Als Folge will die Landeskirche als Schulträgerin die komplexe Vertragslage mit der Stadt neu aushandeln. Ein „Weiter wie bisher“ sei dabei nicht möglich, so Spitzer, das habe die Kirche klargemacht - im schlimmsten Falle drohe die Schließung des Andreanums. Die Stadt wiederum könne nicht auf die dortigen Gymnasialplätze verzichten, und eine Vergrößerung der anderen Schulen würde große Kosten nach sich ziehen.
Nun wird ein Beschlussvorschlag beraten, nach dem die Stadt mit der Landeskirche einen sogenannten „Letter of Intent“ abschließt - also eine Absichtsbekundung. So soll ein Plan entstehen, der eine Übertragung der Grundstücke und der Sanierungsaufgabe an einen Investor vorsieht - die Kirche soll dabei die Schulträgerin bleiben. Die Stadt würde für diesen Planungsprozess zwei halbe Stellen beisteuern, und am Ende müsste der Rat über die Umsetzung entscheiden.
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Der barrierefreie Umbau der Bushaltestelle Bavenstedt und auch die Deckschichtsanierung zwischen der Kreuzung Heinrich-Helmke-Straße/Am Alten Friedhof bis zur Stichstraße Am Alten Friedhof sind abgeschlossen. Damit sind die Haltestelle und die Straße jetzt wieder für den Verkehr freigegeben, teilt die Stadt mit.
Bei der Haltestelle sei auch ein taktiles Boden-Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen eingebaut worden. Die Kosten für den Umbau hätten etwa 180.000 Euro betragen, von denen die Landesnahverkehrsgesellschaft bis zu 50.000 Euro trägt und der Landkreis etwa 7.000 Euro.
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Im Ringen um die Zukunft des Bosch-Werks im Hildesheimer Wald gibt es nach wie vor keine Einigung. Am Rande einer Betriebsversammlung riefen der Betriebsrat und die IG Metall zu weiteren Verhandlungen auf, nachdem Mitte letzter Woche ein Ultimatum der Geschäftsführung abgelaufen war.
Sie fordert den möglichst kurzfristigen und freiwilligen Abbau von 750 der derzeit rund 1.240 Stellen, um den Standort zukunftssicher zu machen, ohne aber dessen langfristige Zukunft zu garantieren. Man sei durch die wirtschaftliche Lage unter starkem Druck und müsse handeln, weil man in mittlerweile neunmonatigen Verhandlungen mit dem Betriebsrat bisher nicht "in den Zielkorridor" eines "wettbewerbsfähigen Konzepts" gekommen sei, sagte Bosch-Bereichsvorstand Karsten Müller dem NDR.
Betriebsrat und IG Metall weisen dies zurück und werfen dem Konzern vor, auf Druck und einseitige Ultimaten zu setzen. Das Vorgehen der Geschäftsführung erwecke den Eindruck, dass die Werksschließung nur noch eine Frage der Zeit sei. Der Hildesheimer Betriebsrat hatte im April ein Konzept vorgelegt, das in einem ersten Schritt den kurzfristigen und freiwilligen Abbau von 300 Stammarbeitsplätzen vorsieht, und auch der Auslauf befristeter Beschäftigungsverhältnisse, Gehaltsverzicht und weitere Maßnahmen stehen im Raum. Dass diese Vorschläge ignoriert und stattdessen mit der Schließung des Werkes gedroht werde, sei ein Schlag ins Gesicht, so Betriebsratschef Stefan Störmer - dadurch komme es zu einer vermeidbaren Zuspitzung der Lage. Zudem seien bis Ende 2027 betriebsbedingte Kündigungen bei Bosch noch vertraglich ausgeschlossen.
Der Konflikt um das Hildesheimer Werk hat mittlerweile auch die Politik erreicht. Der Stadtrat verabschiedete vor kurzem eine Resolution zum Erhalt des Werks, und Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies sagte letzte Woche, dass in diesem Fall "eine Basta-Politik" nicht angezeigt sei - die Geschäftsführung solle die Vorschläge der Arbeitnehmervertretung ernsthaft prüfen, und er stehe bereit, notfalls selbst die Sozialpartner an einen Tisch zu holen.
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Das Fußball-Oberligaspiel des VfV 06 gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder hat gestern Abend in einer Niederlage geendet. Die Gäste gewannen die Partie im Friedrich-Ebert-Stadion 2:0 nach Toren nach dem Wiederanpfiff sowie in der 82. Minute und verschafften sich so wichtige Punkte gegen ihren drohenden Abstieg.
Dies war eines von zwei verbliebenen Nachholspielen bis zum Saisonende, so dass nun noch insgesamt drei Spiele für den VfV anstehen. Am Samstag spielt die Mannschaft auswärts gegen den SV Atlas Delmenhorst, am folgenden Mittwoch kommt der Heeslinger SC für das letzte Nachholspiel, und das Saisonfinale ist am 18. Mai wiederum im Friedrich-Ebert-Stadion gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden.
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Das Festival Kulturregionale in und um Hildesheim umfasst in diesem Jahr rund 350 Veranstaltungen. Das sagten Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Landrat Bernd Lynack und Vertreter des Organisationsteams bei der Programmvorstellung. Geplant sind Veranstaltungen aller Art, teils einmalig, teils wiederholt, und teilweise auch an mehreren Orten hintereinander - so kommen dieses Jahr die Heersumer Sommerspiele mit ihrem "Kirchturmprojekt" in 12 Gemeinden des Landkreises. Offizieller Auftakt der Kulturregionale ist am 23. Mai um 18 Uhr im TfN, auf Bühne und Vorplatz. Restkarten dafür sind kostenfrei an der Theaterkasse erhältlich, solange der Vorrat reicht. Das sonstige Programm geht von Ende Mai bis September.
Details zum Programm finden sich in einem gedruckten Heft, das demnächst der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung und dem Kehrwieder am Sonntag beiliegt und auch an verschiedenen Orten zu haben sein wird, und auf der vor kurzem gestarteten Internetseite www.kulturregionale.de. Dort kann auf drei verschiedene Weisen nach Programmpunkten gesucht werden, inklusive einer gezielten Suche nach bestimmten Orten.
Die Kulturregionale ist ein Ergebnis der Hildesheimer Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 und soll die starke Vernetzung von Stadt und Landkreis aufzeigen. Lynack betonte, das enorme Engagement der über 100 Akteurinnen und Akteure mit ihren Veranstaltungen seien das Herz des Festivals. Meyer sagte, wenn man sehe, was die Kulturakteure vor Ort auf die Beine stellen, werde das enorme kulturelle Potenzial dieser Region deutlich.
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