Der Pädagogik-Experte Manfred Bönsch, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaften an der Leibniz-Universität Hannover, rät dazu, über eine Wiedereinführung der Orientierungsstufe nachzudenken. Er sagte der "Neuen Presse", der Übergang auf die weiterführende Schule nach der vierten Klasse sei viel zu früh. In diesem Alter könne man die Potentiale von Kindern noch nicht sicher einschätzen. Auch deshalb scheiterten immer wieder Kinder an der ersten Schulwahl der Eltern, die oft auf das Gymnasium falle.
Bönsch empfahl darüber hinaus einen "Korridor der Entwicklung ohne Sitzenbleiben" in den Jahren fünf bis acht. Die Gymnasien sollten sich zudem wandeln: Statt nur auf Leistung fokussiert zu sein, wäre es besser, Zeit zu geben, Geduld zu haben und Zuwendung zum Kind zu verstärken, so der Pädagoge. Das Gymnasium habe "mehrere große Strukturprobleme". Der Unterricht sei sprachlich sehr stark mittelschichtgeprägt, was Schüler aus unteren Schichten benachteilige, und die Kinder hätten zu viele verschiedene Fächer an einem Tag. Dies sei nicht besonders lernförderlich.
fx
Ein Bankmitarbeiter hat in Diekholzen eine Seniorin davor bewahrt, Opfer eines Betrugs zu werden. Wie die Polizei meldet, erschien die 83-Jährige gestern in der Bank und erzählte von einem Anruf: Sie habe bei einem Gewinnspiel viel Geld gewonnen, müsse aber zunächst eine Bearbeitungsgebühr bezahlen und wolle deshalb Geld abheben. Der Bankmitarbeiter wurde daraufhin misstrauisch und informierte die Polizei.
Die Polizei rät grundsätzlich, immer erst zu überlegen, ob man wirklich an einem Gewinnspiel teilgenommen hat, und niemals Vorauszahlungen zu leisten. Bei angeblichen Gewinnen per Telefon sollte sofort aufgelegt und die nächste Polizeidienststelle informiert werden. Gerade die Angehörigen und Freunde älterer Menschen sollten darüberhinaus mit ihnen über gängige Maschen von Betrügern sprechen - etwa falsche Gewinnversprechen, falsche Polizeibeamte oder Handwerker oder den Enkeltrick.
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Die Hildesheimer Michaelisgemeinde sucht Verstärkung für ihren ehrenamtlichen Präsenzdienst. Dieser betreut die rund 50.000 Menschen aus dem In- und Ausland, die jedes Jahr St. Michael besuchen. Bei ihren Rundgängen durch die Kirche kämen häufig Fragen auf, etwa zur Geschichte des Gebäudes oder den dortigen Kunstwerken. Manche fragten aber auch nach der nächsten Toilette, einem guten Restaurant für die Mittagspause oder anderen Orten in der Stadt, die einen Besuch lohnen.
Das Team des Präsenzdienstes brauche nun dringend Unterstützung, sagte Pastor Dirk Woltmann. Wer dort mithelfe, werde nicht allein gelassen, und man brauche auch keine umfassenden Kenntnisse. Wichtig sei die Freude an Gesprächen und Kontakt mit Menschen. Interessierte können unter Telefon 0 51 21 - 3 44 10 oder E-Mail an
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Die niedersächsische Landesregierung will InternetnutzerInnen leichter identifizierbar machen. Das Kabinett stimmte jetzt einer Initiative des Bundesinnenministeriums im Bundesrat zu. Sie sieht vor, dass man bei der Registrierung in sozialen Netzwerken künftig Namen, Anschrift und Geburtsdatum angeben muss. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius sagte, um Straftaten im Internet verfolgen zu können, müsse man die Möglichkeit haben, die Täter zu identifizieren. Ein rechtsfreier Raum im Internet dürfe gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Verbreitung von Hass und Hetze nicht geduldet werden.
Die geplante Neuerung traf etwa bei der Gewerkschaft der Polizei auf Zustimmung. Kritik kam dagegen unter anderem von der Jugendorganisation der SPD. In einer Mitteilung der Jusos heißt es, man sei gegen eine massive Überwachung im öffentlichen Raum ebenso wie im Internet. Eine Identifikationspflicht führe nicht zu mehr Sicherheit, sondern nur zu mehr Angst vor Repressalien und sei ein Schritt hin zum "gläsernen Bürger". Zudem bestehe die Gefahr des Datendiebstahls.
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Der frühere Hildesheimer Landessuperintendent Walter Meyer-Roscher ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Er war 1991 bis zu seiner Pensionierung 1999 leitender Geistlicher an der Spitze des damaligen Sprengels Hildesheim. Zuvor war Meyer-Roscher Pastor in Hildesheim und später Oberlandeskirchenrat im Landeskirchenamt.
In einem Nachruf sagte der evangelische Regionalbischof Eckhard Gorka, die Landeskirche habe Meyer-Roscher viel zu verdanken. In seiner Zeit als Pastor in Hildesheim habe er sich besonders um die deutsche-britische Aussöhnung verdient gemacht. Im Landeskirchenamt habe er sich vielfältig in der Entwicklungsarbeit engagiert, etwa in Indien und Äthiopien. Als Landessuperintendent sei er ein hoch geschätzter Prediger und Gesprächspartner gewesen.
An diesem Samstag ist um 10:30 Uhr eine Trauerfeier für Walter Meyer-Roscher in St. Michael.
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Die Stadt Hildesheim hat zusammen mit vielen Kooperationspartnern ihr Betreuungsangebot für Kinder in der schulfreien Zeit ausgebaut. So können seit diesem Schuljahr in Hildesheim wohnende Kinder...