Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert das Land Niederachsen auf, den Vertrag mit der DB-Tochter Start aufzulösen. Der Verband habe für die Linien um Hildesheim und Soltau so viele Kundenbeschwerden wie noch nie erhalten, erklärte Malte Diehl, Landesvorsitzender von Pro Bahn. Besonders katastrophal seien die Ausmaße bei der RB 79 zwischen Hildesheim und Bodenburg Bei dieser Verbindung fielen demnach teils mehrere Züge hintereinander aus. Diehl erklärte, er sehe bei der Unternehmensführung auch keine wirkliche Bemühung, Abhilfe zu schaffen.
Der Vertrag mit Start läuft noch bis 2029.
Der Verband fordert von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), das Streckennetz an ein anderes Unternehmen zu vergeben. Das Unternehmen Start räumte ein, dass es in den vergangenen Wochen Probleme auf den Bahnstrecken gab und es auf einzelnen Linien punktuell zu Zugausfällen und Verspätungen kam. Als Begründung führte Start Baustellen, eingleisige Streckenabschnitte, technische Probleme und einen erhöhten Krankenstand an. Die LNVG hat Start nun aufgefordert, ein belastbares Konzept für die betroffenen Linien zu erstellen, das mit Schulbeginn einsatzbereit sein soll. Eine Vertragsauflösung sei für die LNVG vorerst keine Lösung.
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Die Robert Bosch GmbH hat an zwei ihrer Forschungsstandorte Arbeitszeitkürzungen angekündigt. Betroffen sind davon 600 Beschäftigte in Hildesheim sowie Renningen bei Stuttgart, heißt es in einer Mitteilung. Sie sollen ab dem Jahreswechsel statt bisher 40 oder 38 nur 35 Stunden pro Woche arbeiten und entsprechend weniger Geld bekommen. Dies sei eine Sparmaßnahme angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage – und zugleich ein Mittel, Arbeitsplätze abzusichern. Solche Kürzungen habe es bereits in anderen Bereichen von Bosch gegeben.
Die Gesamt-Zukunft des Standorts Hildesheim ist weiterhin unklar. Der Konzern hatte letztes Jahr die Streichung von rund 750 Stellen – und damit etwas über der Hälfte – angekündigt, woraufhin es zwischenzeitlich zu einem Stillstand der Gespräche zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat kam.
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Im Fall des gewaltsamen Todes einer 38 Jahre alten Frau Ende Februar bei Edemissen hat die Hildesheimer Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben. Ihrem 40 Jahre alten ehemaligen Lebensgefährten wird versuchter Mord sowie Totschlag zur Last gelegt, heißt es in einer Mitteilung: Da er die Frau immer mehr als Last empfunden habe, soll er ihr viele Male mit einem Brecheisen gegen den Schädel geschlagen und sie auch eine Treppe heruntergestoßen haben. Dies sei auf den Versuch gefolgt, sie mittels einer mit Insektizid manipulierten Kaffeemaschine zu vergiften.
Dieser Einsatz von Gift wird von der Staatsanwaltschaft als versuchter Mord gewertet, bei den Gewalthandlungen hingegen konnte laut Mitteilung ein Mordmerkmal nicht sicher genug festgestellt werden – deshalb die Anklage wegen Totschlags. Nun habe das Landgericht über die Zulassung der Anklage und Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden, so die Staatsanwaltschaft abschließend - unter den vielen gelisteten Beweismitteln befänden sich demnach allein 125 Zeugen.
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Ein 38 Jahre alter Mann aus dem Kreisgebiet ist wegen des Verdachts auf Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, soll er am Sonntagabend in Giften einen geparkten Peugeot angezündet haben. Der brennende Wagen war gegen 22 Uhr in der Wilhelmstraße entdeckt und von der Feuerwehr gelöscht worden, wobei der Peugeot aber komplett zerstört wurde.
Die Ermittler fanden daraufhin Hinweise auf Brandstiftung, und der 38-Jährige wurde nahe der Brandstelle angetroffen. So entstand ein Tatverdacht, der nach einer Wohnungsdurchsuchung noch am gleichen Abend erhärtet wurde. Heute erging deshalb der Haftbefehl gegen den Mann, der bisher zu den Vorwürfen gegen ihn schweigt. Die Ermittlungen dauern an - und dabei wird auch geprüft, ob der Verdächtige noch für weitere Brände verantwortlich sein könnte, zu denen dieses Jahr in Giften gekommen ist.
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Das Jugendamt des Landkreises sucht weiterhin Pflegefamilien oder pflegende Einzelpersonen, die ein Kind oder einen Jugendlichen bei sich aufnehmen wollen. Interessierte können sich für die Vollzeitpflege oder Bereitschaftspflege registrieren lassen.
Die nächste Infoveranstaltung zu dem Thema findet am 20. August von 18 bis 20 Uhr in den Räumen des Pflegekinderdienstes am Hindenburgplatz 16b in Hildesheim statt. Um eine vorherige Anmeldung bis zum 15. August wird gebeten. Wer dann nicht teilnehmen kann, aber Interesse hat, kann sich mit Tamara Krings unter der Rufnummer 0 51 21 - 309 6563 oder per Mail an
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