Nach einer Flucht auf der A7 mit anschließendem Unfall auf dem Messeschnellweg am letzten Freitag sucht die Hildesheimer Polizei nach möglichen Zeugen. Laut Bericht hatte gegen 18:45 Uhr jemand gemeldet, dass auf der A7 in Richtung Hannover ein roter VW Golf in auffälliger Fahrweise unterwegs war. Eine Funkstreife fand den Wagen nach wenigen Minuten - dieser fuhr mit etwa 200 km/h, überholte andere Autos ruckartig und wich teils auch auf den Standstreifen aus.
Dem Signal zum Anhalten schien der Fahrer zweimal zunächst Folge zu leisten, fuhr dann aber davon. Vor dem Messeschnellweg kam es dabei mehrfach fast zu Unfällen, und auf dem Messeschnellweg rammte der Golf schließlich ein vor ihm fahrendes Fahrzeug und schob dieses gegen die Außenschutzplanke. Daraufhin wurde der 18 Jahre alte Fahrer vorläufig festgenommen.
Wer die Verfolgungsfahrt beobachtet hat oder selbst gefährdet wurde, wird gebeten, sich mit der Polizei in Hildesheim unter der Telefonnummer 0 51 21 - 939 115 in Verbindung zu setzen.
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Im Rahmen eines bundesweiten Bildungsprotests wird es am Samstag auch in Hildesheim eine Demonstration geben. Das teilt das Bündnis "Bildungswende JETZT!" mit. Die Demo beginne um 14 Uhr auf dem Angoulêmeplatz und ende um 16 Uhr am Marktplatz.
Zum Hintergrund heißt es, der Mangelzustand in Kitas und Schulen sei weiterhin immens. Bundesweit würden an den Kitas bis 2030 rund 230.000 Fachkräfte fehlen, im Primarbereich bis 2035 etwa 16.000 Lehrkräfte, und an den allgemeinbildenden Schulen je nach Schätzung zwischen 115.000 und 177.500. Und schon jetzt verließen knapp 50.000 junge Menschen jedes Jahr die Schule ohne Abschluss. Um diese Lücken zu schließen, brauche es eine neue Ausbildungsoffensive auf Bundesebene.
In "Bildungswende JETZT!" sind über 200 Verbände und Organisationen zusammengeschlossen. In Hildesheim rufen unter anderem die regionalen Verbände der Lehrergewerkschaft GEW, der Kita-Fachkräfteverband Niedersachsen – Bremen e.V. und der Kreisschülerrat zur Teilnahme an der Demo auf. Schon letztes Jahr hat das Bündnis vier zentrale Forderungen an die Politik veröffentlicht. Darauf habe es aber keine Reaktion von der Landes- und Bundesebene gegeben, so dass man diesen Forderungen nun bundesweit mit Protestaktionen Nachdruck verleihen wolle.
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In der Diskussion um den Konflikt zwischen dem Pfarrer Matthias Eggers und der Leitung des Bistums Hildesheim hat sich jetzt Bischof Heiner Wilmer mit einer längeren Stellungnahme zu Wort gemeldet. Darin heißt es, die Debatte werde derzeit emotional und aufgeheizt geführt, und es sei ihm ein sehr großes Anliegen, dass sich diese Situation beruhigt. Dazu werde er mit Eggers im Gespräch bleiben.
Wilmer betont, dass bei ihm die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und die Veröffentlichung damit zusammenhängender Untersuchungsergebnisse eine sehr hohe Priorität habe. So habe es schon zwei Studien gegeben, eine dritte sei in Arbeit, und einem Hinweis von Pfarrer Eggers auf den inzwischen verstorbenen Geistlichen Georg M. sei man umgehend gefolgt. Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt sei ein umfangreicher Prozess, der längst nicht am Ende ist, und konstruktive Kritik am eingeschlagenen Weg der Aufarbeitung sei jederzeit erwünscht.
Im derzeitigen Konflikt gehe es allerdings nicht in erster Linie um einen persönlichen Dissens, sondern um Anschuldigungen gegen Weihbischof Heinz-Günter Bongartz. Dies habe bereits zu mehreren persönlichen Gesprächen wie auch schriftlicher Korrespondenz geführt. Dass Eggers Bongartz an einer Firmung junger Menschen in Wolfenbüttel gehindert hatte - eine Aufgabe, die Wilmer dem Weihbischof übertragen habe - gehe nicht, zumal er keine Belege für seine Anschuldigungen vorgebracht habe. Zur Deeskalation habe Wilmer entschieden, dass statt Bongartz ein anderer Geistlicher nach Wolfenbüttel komme.
In dieser Gemengelage sei es kontraproduktiv, dass sich der Pfarrer im Interview in der HAZ sehr pauschal, zuspitzend und undifferenziert geäußert habe. Er bitte ihn daher eindringlich um eine verbale Mäßigung, so Wilmer. In seinem Engagement für die Aufklärung von sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche und für Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, habe Eggers seine volle Unterstützung.
Wilmer wisse, dass er als Pfarrer in Wolfenbüttel sehr geschätzt und respektiert wird, und verstehe die Solidarität vieler Menschen mit dem Pfarrer. In diesem hochkomplexen Thema könne es immer wieder unterschiedliche Auffassungen darüber geben, wie man am besten vorgeht, und das zeige sich in der aktuellen Situation. Gleichwohl hoffe er sehr, dass gemeinsam eine gute Lösung gefunden wird, so Wilmer abschließend.
Sie finden die Stellungnahme im Wortlaut auf der Internetseite des Bistums.
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Im Landkreis Hildesheim hat mit dieser Woche die Aktion "Stadtradeln 2024" begonnen. Bis zum 15. Juni können die Teilnehmenden in Teams ihre per Fahrrad zurückgelegten Kilometer im Internet registrieren und haben damit auch die Chance auf Preise. Regionale Ausrichterin ist erneut die Klimaschutzagentur des Landkreises. Ziel der bundesweiten Aktion ist, auf die Belange des Radverkehrs aufmerksam zu machen und zugleich die Politik für das Thema zu sensibilisieren.
Wie jedes Jahr gibt es auch wieder zahlreiche Sonderaktionen. So lädt z.B. heute um 19 Uhr die Stadt Sarstedt mit dem Gymnasium und der Schiller-Oberschule zu einer "Radeln für Demokratie"-Kundgebung am Hahnenstein ein, am morgigen Donnerstag ist ab 17 Uhr ein Poetry Slam im PULS am Angoulêmeplatz, und am Freitag soll ein "Ride of Silence" den Menschen gedenken, die im Straßenverkehr ims Leben gekommen sind. Dieser beginnt um 18 Uhr an der Steingrube. Am Samstag soll ab 9:30 Uhr eine Jubiläumstour von Itzum aus u.a. über Sorsum und Bavenstedt nach Achtum das Jubiläum "50 Jahre Eingemeindung" begehen - Anmeldungen dafür werden unter
Eine Übersicht der Aktionen finden Sie unter auf der Hauptseite des Stadtradelns sowie bei der Klimaschutzagentur.
Ergänzt 14:30 Uhr: Tour "50 Jahre Eingemeindung"
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Ein älteres Ehepaar aus dem Bockenemer Ortsteil Bornum ist gestern Mittag von angeblichen Wasserwerkern bestohlen worden. Laut Meldung klingelte eine junge Frau gegen 12:30 Uhr an der Haustür und berichtete von einem Wasserschaden in der Nachbarstraße. Deshalb solle nun im Haus der Wasserdruck geprüft werden. Die Eheleute ließen sie hinein, woraufhin die Frau sie eine Zeit lang im Badezimmer ablenkte. In dieser Zeit sind weitere Personen ins Haus gelangt und haben die Räume eines anderen Gebäudeteils durchsucht. Erst etwas später wurde das Paar misstrauisch und bemerkte daraufhin offene Schranktüren im Schlafzimmer sowie das Fehlen von Geld und Schmuck.
Die Polizei vermutet, dass sich die Täter über die Heerstraße in Richtung Hofweg bzw. Holzweg entfernt haben. Die Frau wird als bis zu 20 Jahre alt und 1,65 Meter groß und schlank beschrieben. Sie hatte dunkle, zum Zopf gebundene Haare, und trug einen hellen Trenchcoat und Jeans. Die zwei Komplizen sind bis 25 Jahre alt. Einer war ebenfalls etwa 1,65 Meter groß, dick und hatte graue Arbeitskleidung an. Der andere war etwas kleiner als die Frau, schlank und trug ein grünes T-Shirt.
Wer zwischen 12 und etwa 13:30 Uhr in der Nähe der Heerstraße in Bornum auffällige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich mit dem Polizeikommissariat Bad Salzdetfurth in Verbindung zu setzen. Möglicherweise haben die Täter es auch woanders versucht, oder es gebe z.B. Aufzeichnungen von Überwachungskameras anderer Häuser, bei denen die Täterschaft nach einer günstigen Gelegenheit gesucht hat.
Weitere Informationen zu gängingen Maschen von Betrügern sowie Präventionstipps gibt es unter www.polizei-beratung.de.
Ergänzt 11:30 Uhr: Täterbeschreibungen im 2. Absatz.
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