In der Integrierten Regionalleitstelle Hildesheim, die für Stadt und Landkreis eingehende Notrufe entgegennimmt, wird zum April die neue "strukturierte Notrufabfrage" eingesetzt. Dies ist ein landesweit einheitliches System. Es soll laut Stadt und Kreis sicherstellen, dass für die Alarmierung die richtigen Informationen zur Verfügung stehen.
Bisher sei es so, dass die DisponentInnen in den Leitstellen nach bestem Wissen und Gewissen veranlassen, welche Kräfte ausrücken - also etwa Rettungswagen, Notärzte oder Feuerwehrfahrzeuge. Im neuen System sorge eine Spezialsoftware dafür, dass die DisponentInnen die richtigen Fragen stellen, um dann zu entscheiden wer alarmiert werde. So würden dann bei denselben Voraussetzungen immer dieselben Rettungsmittel alarmiert, was auch zusätzliche Rechtssicherheit schaffe.
Die Software habe 55.000 Euro gekostet, plus Schulungskosten für das Personal in Höhe von 15.000 Euro. Sie gebe künftig den DisponentInnen nicht nur konkrete Hinweise zu den nötigen Rettungsmitteln, sondern enthalte z.B. auch Anweisungen für Reanimationsmaßnahmen, die dann per Telefon an die anrufende Person weitergegeben werden können.
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Die 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist im Landkreis Hildesheim auf über 100 angestiegen. Der Kreis meldete mit Stand heute Vormittag den Wert von 104,4. Nachdem gestern 71 Neuinfektionen registriert wurden, waren es heute 45, und es gab 415 bekannte infektiöse Fälle im Kreisgebiet. Schwerpunkte dabei sind Söhlde mit 61 Fällen, der Postleitzahl-Bereich 31137 in Hildesheim mit 60 Fällen und Sarstedt mit 55 Fällen.
Weiteres zur Statistik hören Sie in der morgigen Ausgabe von "Viertel Vor" um 6:45, 8:45, 12:45 und 18:45 Uhr.
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Der Deutsche Tierschutzbund und seine angeschlossenen Tierheime befürchten eine Abgabewelle von Haustieren. In der Coronakrise habe es einen "Haustierboom" gegeben - 2020 lebten demnach fast eine Million mehr Haustiere in deutschen Haushalten als im Vorjahr. Man gehe davon aus, dass darunter viele seien, die unüberlegt und leichtfertig angeschafft wurden. Die Sorge sei deshalb groß, dass diese Tiere dann in den Tierheimen landen oder im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt werden, wenn die Pandemie zu Ende geht.
In der Corona-Zeit gelte mehr als je zuvor: Die Anschaffung eines Tieres müsse gut durchdacht sein, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Sich ein Tier ausschließlich aus Langeweile, Einsamkeit oder als Beschäftigungsmaßnahme zuzulegen, sei keine gute Idee.
Weil Veranstaltungen und Feste in den Tierheimen seit Beginn der Corona-Krise ausfallen und damit wichtige Einnahmequellen wegbrechen, stünden viele Tierheime derzeit finanziell schlecht da. Wegen der hohen Nachfrage – und teilweise auch wegen vieler beschlagnahmter Tiere aus dem boomenden illegalen Handel – hätten die Tierheime alle Hände voll zu tun. Eine Abgabewelle nach der Pandemie könnte viele an ihre Kapazitäts- und Leistungsgrenzen bringen.
Der Tierschutzbund rufe deshalb weiter dazu auf, den Heimen finanziell zu helfen. Mehr Infos dazu gibt es im Internet auf www.tierheime-helfen.de.
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Die Bürgerinitiative "Keine Altlasten im Leinetal" aus Alfeld hat vor dem Petitionsausschuss des Landtages ihre Kritik an den Plänen für das ehemalige Desdemona-Gelände in Godenau vorgestellt. Dabei sei es gelungen, den Abgeordneten die Bedenken in ruhiger und sachlicher Form näherzubringen, so ein Sprecher. Es gebe aber noch viele ungeklärte Fragen und es werde noch einige Zeit dauern, diese zu klären.
Auf dem Gelände war ab 1903 zunächst ein Bergwerk eingerichtet worden und später eine Fabrik. Im zweiten Weltkrieg stellten Zwangsarbeiter dort Munition her, und im Jahr 1947 zerstörte eine Explosion den Bergwerksschacht. Danach wurde das Gelände von verschiedenen Betrieben genutzt und liegt jetzt brach.
Nun plant die Firma Bettels, dort so genanntes "Z2-Material" (im wesentlichen Bauschutt und mineralische Abfälle) abzulegen und mit einer Folie abzudecken. Die Bürgerinitiative will dies verhindern - sie befürchtet dadurch weitere Kontaminierungen, zumal schon der Boden des Geländes stark belastet sei.
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Die Kirchen in Niedersachsen wollen zu Ostern trotz der derzeitigen Lage Gottesdienste vor Ort anbieten. Der katholische Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer wird in dieser Sache einen Brief an die Gemeinden schicken, hieß es vom Bistum. Er sei der Meinung, dass die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen nach Möglichkeit präsent gefeiert und zusätzlich digital übertragen werden sollten. Eine Absage bei erhöhten Inzidenzwerten vor Ort sei dabei natürlich nicht ausgeschlossen. In jedem Fall sei darauf zu achten, die geltenden Hygienevorschriften einzuhalten, so Wilmer. Die Gottesdienste sollten zudem nicht länger als eine Stunde dauern.
Der evangelische Bischof und Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Thomas Adomeit aus Oldenburg, sagte, es gebe detaillierte Hygienekonzepte, die strikt eingehalten würden. An Karfreitag und Ostern stehe für die Kirchen der Glaube an Gott im Zentrum, der das Leben stark mache. Dies könne Hoffnung und Vertrauen gerade in der aktuellen Situation geben und Mut machen, solidarisch zu handeln, um die Pandemie gemeinsam zu überwinden. Die Kirchen wollten mit Gottesdiensten und Seelsorge einen Beitrag für die Gesellschaft leisten, so Adomeit.
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