Der Eigentümer eines zur Wohnung umgebauten Silos in Barnten ist vor dem Verwaltungsgericht Hannover mit einer Klage gegen den Landkreis gescheitert: Dieser hatte den Abriss des Gebäudes verfügt. Der Eigentümer will diese Entscheidung anfechten.
Er hatte das Gebäude nach dem Kauf umgebaut und sich 1993 nachträglich eine Genehmigung des Kreises dafür geholt. Durch weitere Umbauten sah der Kreis aber die Vorgaben der Genehmigung als deutlich überschritten und lehnte weitere nachträgliche Genehmigungen ab. Dann forderte der Kreis den Abriss und bekam nun vorm Vewaltungsgericht Recht. Ein Vertreter des Kreises bezeichnete das Silo vor Gericht als "Schwarzbau".
Die Richterin sagte, Eigentum müsse im Einklang mit geltendem Baurecht stehen. Die Forderung des Klägers, nur einen Rückbau bis zum 1993 genehmigten Zustand zu verfügen, lehnte sie ab: Schon beim Kauf sei das Silo jahrelang ungenutzt und damit baurechtswidrig gewesen, der Kreis hätte also jederzeit einen Abriss verfügen können. Daher gebe es für das Silo keinen Bestandsschutz.
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Bei einem Ende Januar bei Gronau gefundenen toten Mäusebussard ist das Geflügelpest-Virus H5N8 festgestellt worden. Das berichtet der Landkreis. Auf die derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung der Geflügelpest hat dieser Fund jedoch keine Auswirkungen. Das liegt laut Kreis daran, dass Greifvögel bei der Nahrungssuche weite Strecken zurücklegen. Es sei deshalb davon auszugehen, dass der Fundort des toten Tieres nicht der Infektionsort ist.
Im Landkreis gilt derzeit nur in einem bestimmten Gebiet, in dem es viele Wasservögel und viel Nutzgeflügel gibt, eine Stallpflicht. Sein Zentrum liegt zwischen Sarstedt und Wülfingen. Westlich und nördlich endet es an der Grenze des Landkreises, südlich an der die B1 und östlich an der A7. Teile der Stadt Hildesheim sind ausgenommen. Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter www.landkreishildesheim.de/gefluegelpest.
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Handball-Drittligist Eintracht Hildesheim hat in seinem Auswärtsspiel bei der HSG Hanau ein Unentschieden erreicht - die Partie endete 25:25. In einer weitgehend ausgeglichenen Partie lag Hanau über längere Zeit knapp in Führung, in der Schlussphase lagen beide Teams dann gleichauf.
Eintracht behält in der Tabelle der 3. Liga Ost weiter den Spitzenplatz, der Vorsprung auf die Verfolger wird aber knapper. Einer dieser Verfolger, die HSG Rodgau-Niederroden auf Platz vier, ist am nächsten Sonntag nächster Gegner in der Sparkassen-Arena.
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Das Land Niedersachsen lehnt Probebohrungen für das so genannte "unkonventionelle Fracking" ab. Das sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums als Reaktion auf neue Richtlinien, die an diesem Samstag in Kraft getreten sind. Sie erschweren das konventionelle Fracking und verbieten das unkonventionelle Fracking - mit Ausnahme von vier Probebohrungen zu Forschungszwecken, denen das Land aber zustimmen muss.
Beim Fracking werden Gasvorkommen an die Oberfläche gedrückt, indem mit hohem Druck Flüssigkeit in die Erde gepresst wird. Beim konventionellen Fracking kann das Gas weitgehend eigenständig an die Oberfläche entweichen. Beim unkonventionellen Fracking ist das Gas unterirdisch gebunden, so dass die entsprechenden Schichten aufgebrochen werden müssen. Es wird vermutet, dass dies unter anderem zu Erdbeben führen kann, zudem entstehen laut Umweltschutzorganisationen in beiden Fällen Gefahren für das Grundwasser.
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Die Stadt Hildesheim rechnet mit Kosten von 450.000 Euro für eine Bewerbung um den Titel "Kulturhauptstadt Europas" im Jahr 2025. Das sagte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema Ende letzter Woche. Man beabsichtige, im Rathaus von 2017 bis 2019 eine Planstelle dafür einzurichten. Sie soll ein Budget von etwa 150.000 Euro im Jahr haben. Die Stadt will ein Fünftel der Kosten selbst aufbringen, der Rest soll von Unterstützern und Förderern aus Stadt und Landkreis kommen. Vor der Abstimmung im Rat über eine Bewerbung am 3. April soll ein Finanzierungskonzept erstellt und den Ratsleuten vorgelegt werden.
Meyer warb im Rahmen der Info-Veranstaltung für eine Bewerbung. Sie biete große Chancen für Bekanntheit und Image der Region. In Sachen Finanzierung sagte er, man werde weder bei der Konzeptionsphase noch beim späteren Kulturhauptstadtjahr viele große Namen von außen einkaufen, sondern die eigenen, teils verborgenen Schätze heben. Die Bewerbung solle als gemeinsame Anstrengung von Stadt, Landkreis, Wirtschaft und Bürgerschaft vorbereitet werden.
Die in der Infoveranstaltung gezeigten Materialien und Weiteres sind im Internet unter der Adresse www.hildesheim.de/kulturhauptstadt abrufbar.
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